Preis für bestes Politikabitur

Homburger Schülerin Lena Weidler wird für landesweit bestes Politikabi ausgezeichnet

HOMBURG Landtagspräsident Stephan Toscani hatte die drei Abiturientinnen Lena Weidler, Olivia Ellenor Schäfer und Emily Vontz sowie den Abiturienten Mario Gebhardt zu einer kleinen Feierstunde in den Landtag eingeladen, um sie gemeinsam mit Bildungsminister Ulrich Commerçon für ihre hervorragenden Leistungen im Fach Politik auszuzeichnen.

Den Hauptpreis für das landesweit beste Politikabitur, eine von der Künstlerin Paula Kaminski gestaltete Skulptur, erhielt Lena Weidler vom Saarpfalz-Gymnasium in Homburg. Stephan Toscani: „Mit dieser Auszeichnung möchte ich die Bedeutung des Schulfaches „Politik“ hervorheben. Und welcher Ort eignet sich da besser als das Saarländische Parlament, der zentrale Ort der Demokratie in unserem Bundesland. Im Fach Politik erhalten Schülerinnen und Schüler vertiefte Einsicht in politische Zusammenhänge. Sie lernen die Unterschiede zu anderen politischen Systemen kennen. Sie erhalten Unterstützung dabei, die politischen Entwicklungen weltweit zu verstehen. Ihnen wird der Weg geebnet zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Partizipationschancen nutzen. Sie werden, so hoffe ich, angeregt, sich selbst politisch zu engagieren. Ich freue mich sehr, dass Bildungsminister Ulrich Commerçon sich gemeinsam mit mir bei diesem Projekt engagiert.“

„Unsere Gesellschaft braucht politisch denkende und engagierte junge Menschen. Deshalb ist politische Bildung in unseren Schulen unverzichtbar. Mit Reflexion, Sorgfalt, kluger Analyse und konstruktiven Argumenten haben Sie hervorragende Leistungen erzielt. Das macht Mut in Zeiten von Fake News und zunehmender Irrationalität“, lobte Bildungsminister Ulrich Commerçon die Abiturienten.

Die Saarbrücker Künstlerin Paula Kaminski, die Meisterschülerin an der HBK war und jetzt dort lehrt, hat in den Sockel der Skulptur ein Zitat des Komponisten Anton Bruckner eingraviert: „Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.“ „Ich stelle mir unseren demokratischen Rechtsstaat als so einen Turm vor und unser Grundgesetz als sein Fundament“, erläuterte Stephan Toscani, der in diesem Zusammenhang darauf verwies, dass das Grundgesetz vor 70 Jahren verabschiedet wurde. „Das Grundgesetz hat unsere Demokratie stabil und wehrhaft gemacht. Aber die Geschichte zeigt, dass es immer wieder Bedrohungen gibt: Offene Gesellschaften haben Feinde, zu allen Zeiten. Deshalb müssen wir unseren demokratischen Rechtsstaat schützen und verteidigen. Denn wir erleben gerade, dass die liberale Demokratie in Europa und weltweit neuen Herausforderungen ausgesetzt ist.“

„Liebe Schülerinnen und Schüler, ich hoffe, dass euch der Politikunterricht für die Gefahren, denen Demokratie ausgesetzt ist, sensibilisiert hat, dass euer Interesse geweckt wurde, selbst Politik zu gestalten und dass Ihr euch für unseren demokratischen Rechtsstaat engagieren werdet“, so Landtagspräsident Stephan Toscani abschließend. red./st

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de