Praktikumserfahrungen an der SAR

Lehramtsanwärter machen mit Schülern der Schule am Römerkastell Experimente

DILLINGEN Zu Beginn des Schuljahres 2020/21 haben Lehramtsanwärter in ihrem Orientierungspraktikum mit den Schülern der 5. Klasse an der Gemeinschaftsschule am Römerkastell in Dillingen erste Experimente im Bereich Naturwissenschaften durchgeführt, um ihnen die Welt der Naturwissenschaften näher zu bringen. Das Thema der ersten Doppelstunde war „Stoffe und ihre Eigenschaften“.

Die Schüler sollten verschiedene ungefährliche und alltägliche Stoffe genauer betrachten und diese auf verschiedene Eigenschaften hin untersuchen. Die Schüler hatten viel Spaß daran, sich Stoffe wie zum Beispiel Zucker oder Öl genauer anzusehen.

Fazit der Stunde war, dass es den Schülern sehr gefallen hat, selbst verschiedene Dinge an den Stoffen auszuprobieren. So fand zum Beispiel Elyas: „Experimente sind toll, weil wir Sachen kaputt machen durften, um sie uns genauer anzusehen.“ Auch Lea fand: „Es war sehr schön, denn man konnte sich die Stoffe genau anschauen und verschiedene Sachen untersuchen.“

In der folgenden Stunde wurde das Thema „Stoffgemische und Trennverfahren“ thematisiert.

Die Schüler wurden in drei Versuchsgruppen aufgeteilt, in denen jeweils mit festem Banknachbar gearbeitet wurde. Auch diese Versuche wechselten zwischen den drei Gruppen unter Berücksichtigung entsprechender Hygienemaßnahmen.

Dann begannen die Versuche: Gruppe 1 beschäftigte sich mit dem Trennverfahren des Filtrierens. Hierzu bauten die Schüler den kleinen, aber wichtigen Versuch mit Alltagsbezug selbst auf. Sie waren begeistert: „Der ganze Dreck ist im Filter und das Wasser ist ganz klar“, oder: „Das erinnert mich ans Kaffeekochen zu Hause.“

Gruppe 2 hatte das Trennverfahren des Magnetscheidens zur Aufgabe. Hier wurde ein mit Sand gefülltes Becherglas, versetzt mit verschieden großen Eisenteilen, samt Magneten ausgeteilt. „Nun wurde mit den Magneten im Sand „gefischt“, schrieb Omar. Obwohl dieses besonders einfache Verfahren unspektakulär scheint, hatten die Schüler besonderen Spaß.

Gruppe 3 musste ein wenig grübeln: Das Sedimentieren und Dekantieren war Gegenstand des Versuchs. Wasser, in welchem Split und Schwebstoffe wild umherwirbelten, musste von den Feststoffen getrennt werden. Hierzu ließ man das Becherglas eine Weile stehen, bis sich Split und Schwebstoffe am Boden sammelten und goss vorsichtig das Wasser ab.

Die Schüler konnten erste, freudige Einblicke in die Naturwissenschaften, besonders in die Chemie, erhaschen. Wenn erkannt wird, dass Theorie und Praxis stark korrelieren und eben doch große Freude bereiten, so wird vielleicht ein künftiger Naturwissenschaftler seine Berufung schon in der Schule finden.red./ti

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de