Positive Bilanz gezogen

Jagdgenossenschaft unterstützt auch vereine

BLICKWEILER In der Hauptversammlung der Jagdgenossenschaft (JG) Blickweiler zog Jagdvorsteher Walter Boßlet eine erfreuliche Bilanz. „In und um den Ort konnte die JG viele Projekte finanziell anschieben und unterstützen. So wurde der Verbindungsweg Rückertal/Osterberg ausgebessert, Feldwirtschaftswege von Gras und Unkraut freigeschnitten und an den Feld- und Wanderwegen die vorhandenen Ruhebänke gestrichen“, blickte Walter Boßlet zurück.

Für die Jagdgenossen gibt es jährlich Baumschnittkurse, auf dem Gelände des Angelsportvereins zeigt Imker Ernst Welsch das Honigschleudern und in der Bliesaue wurde erstmals ein Storchen-Horst aufgestellt. Über einen Zuschuss in Höhe von 2004 Euro für zwei Jugend-Tore durfte sich der Sportverein freuen. Auch für andere Vereine gab es bei Bedarf Zuwendungen. Im Jahr 2019 sehe der JG-Haushalt für Wegeausbau 10000 Euro vor, für ein Spielgerät vor der Grundschule steuern die Jagdgenossen 1000 Euro bei.

So lange schaffen es im Saarland nur wenige Pächter: Seit bereits 63 Jahren ist Willi Motsch aus Lautzkirchen zuverlässiger Jagdpächter im Blickweiler Bann. „All die Jahre gab es eine angenehme Zusammenarbeit“, resümierte der 82-Jährige, der in seinem Bericht einen Rückgang des Bestandes an Hasen erwähnte: „Hauptgrund dafür ist der Fuchs, der jährlich acht bis zehn Hasen für sich benötigt. Durch die verkürzte Jagdzeit beim Fuchs wird wohl in Zukunft wieder mit einem Aufkommen der Tollwut und des Fuchsbandwurms zu rechnen sein.“

Beim Schwarzwild sei durch das gute Vorkommen an Nahrung eine deutliche Vermehrungsquote an Frischlingen zu verzeichnen, die dank der Ernährung zudem früher geschlechtsreif würden.

„Die Wildschweine sind sehr schlaue Tiere und schwer zu jagen. Es gibt kaum ein Tier, das intelligenter ist als eine dumme Sau“, fasste Willi Motsch schmunzelnd seine Erfahrung zusammen. Auch die nächsten Jahre bleibt der erfahrene Jäger Pächter in Blickweiler, über Neuerungen informierte zum Abschluss Alban Degel vom zuständigen Stadtamt.

Bei der Neuwahl unter Leitung von Hans Hurth bestätigten die Jagdgenossen Walter Boßlet, Stellvertreter wurde Karl Heinz Fichtner, Beisitzer sind Arno Scherer, Peter Bastian, Steffen Uhl und Klaus Walter. red/hh

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