Pony schwer verletzt

PETA setzt 1 000 Euro Belohnung für Hinweise aus

GROSSROSSELN Fahndung nach Tierquäler: Ein Unbekannter verletzte am Dienstag zwischen 7.30 und 12 Uhr ein Pony auf dem Gelände des Vereins Pferde-Ziegenalm Nassweiler e.V. in Großrosseln-Naßweiler schwer.

Der Täter fügte dem 38 Jahre alten Pferd einen tiefen Schnitt von den Vorderbeinen aus über den gesamten Bauch zu. Das Pony Paulchen wird weiterhin in einer Tierklinik behandelt. Ob es den Anschlag überlebt, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt.

PETA setzt Belohnung aus

Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt Peta nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die zu seiner Verurteilung führen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter Tel. (0 15 20) 7 37 33 41 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.

„Der Täter muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Wir möchten mit der ausgesetzten Belohnung dazu beitragen, den Tierquäler zu überführen. Da es auch bundesweit immer wieder Angriffe auf Pferde gibt, fordert PETA ein behördliches Register, in dem Anschläge auf diese Vierbeiner und bereits überführte Tierquäler erfasst werden. So könnten mögliche Tatzusammenhänge aufgezeigt sowie Täterprofile erstellt werden. Behörden könnten effektiver überregional zusammenarbeiten. Pferdehalter würden über Gefahrenschwerpunkte informiert und gewarnt werden, um ihre Vierbeiner besser vor Angriffen schützen zu können. Die Überführung sadistischer Täter ist umso wichtiger, da sich ­Tierquäler unter Umständen später auch an Menschen vergehen.“

PETA registriert seit 2013 bundesweit Taten von „Pferderippern“ und stellt diese Informationen gerne den ermittelnden Behörden zur Verfügung. So gab es 2016 bereits Angriffe auf Pferde in der Region. Im Juni und August 2016 verletzte ein Unbekannter zwei Pferde in Dahn. Im Januar desselben Jahres wurde ein Pferd auf einer Koppel in Hirstein misshandelt.

Die Tierschutzorganisation setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen. Mit Erfolg: PETA zahlte vergangenes Jahr eine Belohnung von 1 000 Euro an drei Pferdehalterinnen in Lorsch aus. Ihre Hinweise hatten einen Tierquäler, der im April 2016 eine Stute mit einem Dildo malträtierte, überführt. Auch zwei Frauen aus Dortmund haben bereits PETAs Belohnung erhalten, da sie im Februar 2017 einen Mann überführten, der mehrfach ihr Pony misshandelt ­hatte. red./jb

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