„PharaonenGold“ präsentiert neues Exponat

Gewicht in Form eines liegenden Buckelrindes in Völklingen zu bewundern

VÖLKLINGEN Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte präsentiert in der Ausstellung „PharaonenGold – 3 000 Jahre altägyptische Hochkultur“ ein neues Exponat. Das Gewicht in der Form eines liegenden Buckelrindes stammt aus der Sammlung des Roemer- und Pelizaeus-Museums Hildesheim.

Die Tierdarstellung des Gewichts ist in Form und Funktion ungewöhnlich. Gewichte in Tiergestalt waren im Alten Ägypten nur kurze Zeit in Gebrauch. Ähnliche Gewichte wurden zum Wiegen von Gold verwendet. Die Zeit der Gewichte in Tiergestalt im Alten Ägypten kann auf die 18. Dynastie (1550 bis 1292 v. Chr.) eingegrenzt werden. Später wurden geometrisch geformte Gewichte verwendet. Das Gewicht des Objekts ist mit 20 „Deben“ – etwa 91 Gramm – anzusetzen.

Damit ist das Exponat in der Ausstellung „PharaonenGold“ das größte Bronzegewicht in Tiergestalt, das aus dem Alten Ägypten erhalten geblieben ist. Die zoologischen Charakteristika des Buckelrindes sind klar herausgearbeitet, wenn auch – wie im Alten Ägypten üblich – auf naturalistische Detailgenauigkeit verzichtet wurde. Die Ausstellung „PharaonenGold – 3.000 Jahre altägyptische Hochkultur“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte zeigt mit 160 Exponaten aus dem Alten Ägypten herausragende Goldschätze. In dieser Form sind die Exponate zum ersten Mal zu sehen. Die Ausstellung eröffnet einen besonderen Blick auf das Gold, das für die alten Ägypter außergewöhnlich große religiöse und symbolische Kräfte besaß. Gold ist das Symbol der Ewigkeit und das heiligste Metall der alten Ägypter. Sie bezeichneten Gold deshalb auch als das Fleisch der Götter. Zahlreiche Exponate sind zum ersten Mal überhaupt in einer Ausstellung zu sehen. Die Exponate stammen aus bedeutenden Museen. Die Ausstellung ist bis 26. April 2020 zu sehen. red./jb

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de