Perspektive für Bisttalbahn

SVolt: Plattform Mobilität will Verkehrs-Alternative

ÜBERHERRN Mit Blick auf die Ansiedlung des chinesischen Batterieherstellers SVolt in Überherrn und Heusweiler hat die „Plattform Mobilität SaarLorLux“ ein verkehrspolitisches Umdenken gefordert.

Die Plattform weist daraufhin, dass der Transport zu den Werken und der Abtransport der neuen Produkte viel Verkehr verursacht – besonders auch durch die räumliche Trennung der beiden Werke.

Ein Großteil des Warenverkehrs müsse auf die Bahn verlagert werden, fordert Plattform-Sprecher Erhard Pitzius.

Das Werk Eiweiler liege direkt am Saarbahn Haltepunkt Eiweiler Nord; dies ist ein positiver Aspekt. Aber auch das Werk in Überherrn benötige einen ÖPNV Anschluss. Hier dürfe nicht der gleiche Fehler gemacht werden wie beim Industriegebiet Lisdorfer Berg und dem Häsfeld in Altforweiler (Planung ohne ÖPNV Anschluss - Planung ohne Gütertransporte auf der unmittelbar benachbarten Bisttalbahn), warnt Pitzius.

Perspektivisch müsse die Bisttalbahn für den Personen- und Güterverkehr reaktiviert werden. Pläne für den Personenverkehr seien im Verkehrsentwicklungsplan des Saarlands enthalten.

Auch Grüne für Bisttalbahn

Mit der SVolt-Ansiedlung gebe es eine realistische Chance für die Reaktivierung der Bisttalbahn. urteilt auch Grünen-Landeschef Markus Tressel (MdB): „Das Linslerfeld liegt in unmittelbarer Nähe zur Bahnstrecke. Für eine Neuansiedlung in dieser Größenordnung sollte ein Gleisanschluss für die An- und Auslieferung obligatorisch sein, um die B469 und die Autobahnen von LKW-Verkehr zu entlasten. Ebenso könnte man mit einem Bahnhaltepunkt in der direkten Nachbarschaft den Hunderten Beschäftigten, die wohl aus der ganzen Region nach Überherrn pendeln werden, eine attraktive Alternative zum eigenen Auto anbieten.“red./am

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