Parteiunabhängige Alternative

„Unabhängige Wähler Menningen“ wollen mehr Bietzerberg und treten bei Wahlen an

MENNINGEN Ende des letzten Jahres gründete sich im südlichsten Merziger Stadtteil die Wählergruppe „Unabhängige Wähler Menningen“. Ihr Ziel ist es, über die Kommunalwahl am 26. Mai in den Ortsrat des Dorfes einzuziehen und etwas frischen Wind in die angestaubte Ortspolitik zu bringen. Die Wählergruppe will für die Menninger Bürger eine parteiunabhängige Wahlalternative zu den im Ort aktiven Parteivereinen von CDU und SPD anbieten. Bereits vor Jahreswechsel haben die „Unabhängigen Wähler Menningen“ ihren Wahlvorschlag beim Wahlamt der Stadt Merzig eingereicht und mittlerweile auch schon weit mehr als die notwendigen Unterstützungsunterschriften für eine Teilnahme an der Ortsratswahl erhalten.

Inhaltlich wird sich die Gruppe, nach Auskunft des ersten Vorsitzenden Manuel Lukas, vor allem für ein engeres Zusammenrücken des Ortes mit den Nachbardörfern Bietzen und Harlingen einsetzen. Dieses fange im Kleinen, beim regelmäßigen gegenseitigen Besuch von kulturellen Veranstaltungen an und gehe über die Formulierung gemeinsamer Ziele und Haltungen in der Ortspolitik bis hin zur Förderung der Vereinslandschaft.

Erstrebenswert sei es künftig, den Bietzerberg mit seinen drei Orten zu einer starken Gemeinschaft zu formen, die sich gegenüber großen Stadtteilen wie Besseringen, Brotdorf oder der Kernstadt selbst, behaupten kann. Ebenso müsse von Menninger Seite auch der Kontakt in die Nachbargemeinde Beckingen verstärkt werden, denn mit Saarfels liege ein Gemeindeteil, mit dem es gemeinsame Anliegen gebe, in unmittelbarer Nachbarschaft.

Die Wählergruppe möchte ferner zeigen, dass sich in kleinen Dörfern wie Menningen auch ohne Parteistrukturen viel bewegen lässt, wenn gute Ideen und Engagement aufeinandertreffen und wenn der Gedanke des Miteinanders im Vordergrund steht.

Häufig zeige sich, so Lukas, dass das Wirken von Parteilagern in Orten mit überschaubarer Einwohnerzahl unter dem Strich keinen signifikanten Fortschritt bringe, sich aber oftmals negativ auf die Dorfgemeinschaft auswirke. Anstatt sich gegenseitig zu blockieren, müsse es die vorrangige Aufgabe der traditionellen Parteivereine sein, Personen aus dem Ort in Stadtrat oder Kreistag zu bringen.red./ti

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