Pan fördert die Aufmerksamkeit

An der Rothenbergschule leistet ein Schulhund wertvolle Dienste

DIRMINGEN Seit dem Ende der Herbstferien hat die Rothenbergschule, eine vom Lebenshilfewerk im Kreis Neunkirchen getragene Einrichtung in Dirmingen, einen Schulhund: Der viereinhalbjährige Labradorrüde Pan, der der stellvertretenden Schulleiterin Anne Becker-Kuhn gehört, kommt derzeit an zwei Tagen in der Woche mit zum Unterricht. Es sei angedacht, Pans Anwesenheit an der Schule auf drei Tage zu erhöhen.

„Pan ist wieder da“, freut sich Jamie. Freudestrahlend beugt sich der Zehnjährige zu Pan und streichelt ihn. „Wenn Pan da ist, darf ich ihm Leckerlis geben und manchmal auch mit ihm spazieren gehen“, erzählt der Schüler.

„Die Schüler freuen sich immer, wenn ich Pan mitbringe“, erzählt Anne Becker-Kuhn. Vor seinem Einsatz im Unterricht absolvierte der Labradorrüde mit seinem Frauchen eine neunmonatige Ausbildung zum Schulhund. Dort lernte er auch einige der Kunststücke, mit denen er die Schüler begeistert. So kann Pan auf Zuruf einen Buzzer drücken oder sich schlafend stellen. An der Förderschule Lernen in Oberthal, an der Anne Becker-Kuhn vorher gearbeitet hatte, sammelte Pan bereits erste Erfahrungen als Schulhund.

„Wenn die Schüler gut im Unterricht mitarbeiten, dürfen sie als Belohnung Zeit mit Pan verbringen“, informiert die zuständige Ressortleiterin Sonja Alt. Das sei für die Kinder ein großer Ansporn. Die Jungen und Mädchen seien jedes Mal sehr stolz, wenn Pan auf ihre Anweisung hin, ein Kunststück zeige.

Bevor Pan seinen Dienst als Schulhund antreten durfte, mussten alle Eltern eine Einverständniserklärung unterschreiben. „Wenn ich Pan sein rotes Halstuch anziehe, ist das für ihn das Zeichen zum Arbeitsbeginn“, lächelt Anne Becker-Kuhn. Er könne Stress gut aushalten und lasse sich von den Kindern geduldig streicheln, aber nach Unterrichtsende sei er auch müde. Zwischen seinen Einsätzen im Unterricht kann sich Pan im Zimmer der Schulleitung ausruhen, dort warten nicht nur ein Hundekorb und ein Reisebett, sondern auch verschiedene Spielsachen auf ihn.

„Pan fördert bei den Kindern Verantwortungsbewusstsein und Rücksichtnahme, regt die Kommunikation an und sensibilisiert sie für die Bedürfnisse von Hunden“, schildert Schulleiter Sascha Mechenbier seine Beobachtungen. Viele seien durch Pan einfühlsamer geworden und verhielten sich leiser.

Die positiven Auswirkungen Pans auf die Schüler bestätigt auch Jörg Peter, der an der Rothenbergschule unterrichtet. „Die Schüler verfolgen interessiert, was Pan macht und Kinder im Rollstuhl fahren ihm hinterher, um ihn zu beobachten.“ Auf Schüler mit Anfällen oder aggressivem Verhalten habe der Hund eine beruhigende Wirkung.red./eck

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