Ortsübergreifendes Konzept

Lebach hat bereits einen Antrag auf Fördermittel beim Umweltministerium gestellt

LEBACH Ortskerne sind der Mittelpunkt des dörflichen Lebens und die Visitenkarten für der Stadtteile. Sie prägen den ersten Eindruck für Gäste und sollten Anlaufstelle und Treffpunkt für die Bürger sein. Leider sieht dies in der Realität oft anders aus. Meist findet man in den Ortskernen heute leer stehende Läden und Scheunen sowie in die Jahre gekommene Fassaden. Doch die Sanierung lohnt sich – für das Dorf, für die Menschen, für die Vereine und Verbände vor Ort und für die Eigentümer. Vor allem dann, wenn dadurch finanzielle Anreize wie steuerliche Vorteile winken. Für Hausbesitzer besteht die Möglichkeit zur erhöhten steuerlichen Abschreibung von Sanierungsaufwendungen nach Maßgabe des Einkommenssteuergesetzes (EStG). Voraussetzung hierzu ist allerdings die Ausweisung als Sanierungsgebiet, wie dies beispielsweise bereits in der Lebacher Innenstadt geschehen ist. Mit der Ausweisung als Sanierungsgebiet schafft die Kommune günstige Voraussetzungen, die in der Regel private Investitionen nach sich ­ziehen.

Dazu Bürgermeister Klauspeter Brill: „Die Lebacher Innenstadt ist bereits als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Diese Maßnahme eröffnet viele Möglichkeiten. Es ist mir aber wichtig, dass alle Stadtteile gestärkt. Vor allem in den Ortskernen und in älteren Straßenzügen sollen daher Sanierungsgebiete ausgewiesen werden. Dadurch werden finanzielle Anreize geschaffen – beispielsweise für eine energetische Sanierung wie ein neues Dach, die Modernisierung der Heizungsanlage oder die Fassadendämmung des Gebäudes. Auch Maßnahmen zur Ortskernverschönerung, die unsere Dörfer stärken und zukunftssicherer machen, sind in einem ausgewiesenen Sanierungsgebiet wesentlich einfacher umzusetzen.“

Einen entsprechenden Förderantrag hat die Stadt Lebach beim Ministerium bereits im vergangenen Jahr gestellt. Damit dieser Zuschuss fließen kann, dürfen die Voruntersuchungen erst nach Erhalt des Bescheides begonnen werden. Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrates würde Lebach dann 55 Prozent der Kosten für ein ortsübergreifendes Entwicklungskonzept für die Stadtteile als Förderung er­halten.

Die Gewährung der Zuwendung erfolgt aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes im Rahmen der Dorferneuerung.

red./jb

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