Orte der Freiheitsbewegung

Die Siebenpfeiffer-Stiftung lädt zu einer Exkursion ein

HOMBURG Wo Siebenpfeiffer, als Gefangener in Ketten gelegt, seine letzte Nacht in Homburg zubrachte und wo genau Wirth im Nachthemd und mit der Schlafmütze auf dem Kopf geballter Polizeigewalt Widerstand leistete: Episoden wie diese gehören mit zu dem Rundgang durch Homburg, zu dem am Donnerstag, 19. Juli, die Siebenpfeiffer-Stiftung einlädt. Die Exkursion gilt jenen Schauplätzen, an denen im Vorfeld des Hambacher Festes in den Jahren 1830 bis 1832 ein Stück deutsche Geschichte geschrieben wurde.

Ein Stück deutscher Geschichte

Die Tour zu den einschlägigen Schauplätzen der Ereignisse um Siebenpfeiffer und Wirth wird aber kein gewöhnlicher Rundgang durch die Innenstadt. Vielmehr erwartet die Teilnehmer eine inszenierte Kostümführung; Monika Link wird als „Regina Wirth“, also der Witwe von Johann Georg August Wirth, in zeitgenössischer Bekleidung Revue passieren lassen, was sie in ihrer stürmischen Homburger Zeit so alles erlebt hat, während ihr streitbarer Gatte die meiste Zeit in Zweibrücken im Gefängnis eingesperrt war. Die Stationen der Begehung sind etwa das Terrain, auf dem sich einst Siebenpfeiffers Wohnung und auch das „Landcommissariat“ befanden, die Druckerpresse, auf der Wirths „Tribüne“ zeitweise gedruckt wurde, das Gasthaus Cappel, in dem das erste von zahlreichen „Festbanketten“ stattfand, das Gebäude, in dem Wirth arbeitete und mit seiner Familie lebte und schließlich auch der Freiheitsbrunnen am Rondell. Die Teilnahme ist kostenlos, Ausgangspunkt ist um 18 Uhr das Außengelände des Siebenpfeiffer-Hauses, Kirchenstraße 8. Die Begehung dauert etwa anderthalb Stunden. Im Laufe des Jahres finden bis November noch vier weitere derartige Kostümführungen statt. red./jj

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