Orientierungshilfe gewährleisten

Auftaktveranstaltung der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung

SAARBRÜCKEN Nun fiel der offizielle Startschuss für die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) im Saarland im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Sozialministerin Monika Bachmann, durch das Programm führte Bernd Seiwert.

Seit Anfang 2018 fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein kostenloses, bundesweites Beratungsangebot für Menschen mit Beeinträchtigung oder chronischer Krankheit und deren Angehörige. Ziel ist es, den Ratsuchenden unabhängig von Leistungsträgern und -erbringen eine Orientierungshilfe zu geben, wie sie in ihrer individuellen Situation von ihrem Recht auf Teilhabe selbstbestimmt Gebrauch machen können.

Bei dem offiziellen Auftakt stellten die EUT-Beraterinnen der drei saarländischen Träger das Konzept der EUTB und ihre bisherige Arbeit den Vertretern und Vertreterinnen des Ministeriums, von Leistungsträgern und -erbringern und den kommunalen Beauftragten für die Belange behinderter Menschen vor. Vernetzung und Kooperation mit diesen Stellen seien enorm wichtig, so die Beraterinnen, denn die EUTB stellt eine Ergänzung zu bestehenden Beratungsangeboten dar, bei der Informationen zu Leistungen, Rehabilitation und Teilhabe gebündelt werden können. Im Zentrum stehen dabei ausschließlich die Ratsuchenden mit ihren individuellen Wünschen und Bedarfen. Gute Zusammenarbeit, stelle einen notwendigen Schritt zu gelingender Inklusion dar.

Dies stellte auch die Sozialministerin Monika Bachmann in ihrem Grußwort heraus und betonte, wie wichtig die EUTB ist, um Teilhabe aktiv zu ermöglichen und zu fördern.

Die selbstbestimmte Umsetzung ist ein Kernelement der Beratung in den EUTBs. „Gerade für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ist die Wahlfreiheit die zentrale Grundlage ihrer Teilhabe.“, sagt Annette Pauli, EUT-Beraterin bei der Landesvereinigung SELBSTHILFE e.V. Es müsse möglich sein, selbst zu entscheiden, wann, wie und von wem diese Assistenz erbracht wird. Den Zusammenhang von Selbstbestimmung und guter Beratung stellte Prof. Dr. Limbach-Reich von der Universität Luxemburg in seinem Vortrag heraus. Es gehe nicht darum, Ratschläge zu erteilen und Wege vorzugeben, sondern die Menschen zu befähigen und zu ermutigen, an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens selbstbestimmt zu partizipieren, ohne vom Willen oder der Meinung anderer abhängig zu sein. Deshalb sei es wichtig, dass die Beratung von Fachkräften durchgeführt wird, die neben Fachwissen im Bereich Rehabilitation und Teilhabe mitbringen, sondern auch Beratungskompetenz.

Kontaktmöglichkeiten unter www.teilhabeberatung-saarland.de, 0681/9104770 oder

info@teilhabeberatung-saarland.de. red./jb

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