Orgelmatinee

Joachim Fontaine spielt in der Alten Kirche

ST. INGBERT Die nächste Orgelmatinee findet am Sonntag, 1. September, um 11.15 Uhr in der Alten Kirche statt.

Als Künstler konnte Joachim Fontaine aus Saarlouis gewonnen werden. Joachim Fontaine ist seit mehr als 30 Jahren im Raum Saarlouis als Musiker aktiv, sowohl in der Kirchenmusik, als auch im Konzert. 1989 gründete er die Kantorei Saarlouis, das Ensemble Séraphita, die Grande Société Philharmonique und das Ensemble UnaVolta, das auf historischen Instrumenten spielt.

Sein Studium absolvierte er in Saarbrücken bei Paul Schneider und Andreas Rothkopf, als Stipendiat in Oxford und Cambridge bei David Sanger und Peter Hurford und in Paris bei Jean-Pierre Leguay. Einer seiner Schwerpunkte ist die Wiederentdeckung des Repertoirs von Komponisten, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten waren. Zuletzt hat er – im Kontext des Gouvy-Jubiläums 2019 – die Messe d-Moll von Peter Cornelius (der mit Gouvy befreundet war) aufgeführt.

Noch zur Jahreswende 2019/20 wird eine CD-Box erscheinen mit Orgelwerken aus dem Kontext des „Grande Guerre“ und des Aufbruchs in die musikalische Moderne nach 1918. Auch die regionale Musikgeschichte und insbesondere das Schaffen Ludwig Boslets, der von 1899 bis 1909 Organist an St. Josef in St. Ingbert war, haben Joachim Fontaine fasziniert. Boslets reiches Orgelschaffen, sowohl das konzertante wie seine Orgelsonaten (die Fontaine auf CD eingespielt hat), als auch seine von der katholischen Liturgie inspirierte Musik, steht im Mittelpunkt der Matinee.

Fontaine wird Werke vorstellen, die für Boslet prägend waren, darunter auch die großen Namen der deutschen und französischen Schule (Bach, Widor u.a.). Zudem hat Fontaine Werke vorgesehen von heute so gut wie vergessenen Meistern wie dem Mainzer Orgelvirtuosen Friedrich Lux oder Immanuel Faisst, Boslets erstem Hochschullehrer und Begründer der Stuttgarter Orgelschule, der neben Rheinberger für Boslet wegweisend sein sollte. Beginn der Matinee ist um 11.15 Uhr. Der Eintritt zur Matinee ist frei, Spenden zur Finanzierung der Reihe der Orgelmatineen sind willkommen. red./jj

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