Optimierung der Erschließung

IKS stellt infrastrukturelle Pläne am Erlebnisort Reden und der Halde vor

LANDSWEILER-REDEN Die Bergehalde in Landsweiler-Reden hat sich in den letzten zehn Jahren immer mehr zum Magneten von Wanderern und Spaziergängern entwickelt. Vor allem die SR3-Sommeralm hat dafür gesorgt, dass die Halde im ganzen Land bekannt geworden ist. Die dadurch entstandene Gastronomie auf dem Plateau hat dieses Interesse noch gesteigert.

Dieses gesteigerte Interesse hat nun zu Problemen gesorgt, die zu Beginn noch nicht abschätzbar waren. Denn die Infrastruktur im Umfeld der Halde und auf der Halde selbst ist nicht für einen solchen Zustrom gedacht gewesen. Darüber sind sich die Industriekultur Saar (IKS), der Landkreis Neunkirchen und die Gemeinde Schiffweiler einig. Nach intensiven Beratungen, auch mit den Pächtern der Almgastronomie hat die IKS nun einen Plan entwickelt und vorgestellt.

Sechs Problemfelder

Dabei haben die Planer zu Beginn sechs Felder erarbeitet, die optimiert werden mussten. Als erstes sollte der Verkehr von auf der einen Seite Fußgängern, auf der anderen Seite Zulieferer entflochten werden. Zur Zeit komme es immer wieder zu Konflikten der beiden Seiten. Außerdem seien für die Fahrzeuge kaum Ausweichmöglichkeiten bei Gegenverkehr vorhanden.

Weiter sei der Zugang nicht barrierefrei. Die Fußgängerwege sind nicht beleuchtet, was gerade in der dunklen Jahreszeit zu Problemen führen kann. Bei Großevents gibt es nicht genügend Abstellflächen für Rettungskräfte. Der aktuelle Bebauungsplan sieht außerdem überhaupt kein Parken vor, auch nicht für die Bediensteten der Gastronomie.

All dies führt dann auch zu dem Problem, dass die Freizeitangebote, die vorhanden sind oder noch geschaffen werden sollen, so nur schlecht zu vermarkten seien.

Maßnahmepaket der IKS

Um die bestehende Situation sowohl für Naherholungssuchende als auch zur touristischen Vermarktung zu verbessern, wurde ein Maßnahmenpaket definiert, das gegenwärtig auf seine technische und wirtschaftliche Machbarkeit intensiv überprüft wird:

Multifunktionaler Stellplatz für Rettungskräfte und Pkw

Die Errichtung eines abgegrenzten multifunktionalen Stellplatzes für bis zu 100 Pkws garantiert ein geordnetes Parken auf dem Haldenplateau. Die Nutzung des Parkplatzes soll im Gegensatz zu den Parkplätzen am Haldenfuß mit einer moderaten Parkgebühr versehen werden. Bei Großevents dient der Parkplatz ausschließlich als Stellplatz für Rettungskräfte. Der Stellplatz soll zudem mit Ladesäulen für E-Fahrzeuge ausgestattet werden.

Separate Pkw-Zufahrt

Durch eine neu errichtete zweispurige Pkw-Zufahrt wird eine fast vollständige Entflechtung des Fußgängerverkehrs zum motorisierten Verkehr erreicht. Die Zufahrt mit einer Länge von 600 Meter verbindet den bestehenden Parkplatz P7 mit dem neu zu errichtenden Multifunktionsplatz, sodass ein darüber hinaus gehendes illegales Befahren der Halde ausgeschlossen und die Sicherheit der Fußgänger verbessert wird.

Die barrierefreie Erreichbarkeit der Halde für Personen mit Einschränkungen wird durch die Pkw-Zufahrt mit angeschlossenem barrierefreiem Parkplatz ebenso erreicht wie die perspektivische Anbindung an den ÖPNV. Bei Großevents garantiert die neue Zuwegung eine schnelle An- und Abfahrt für Rettungskräfte.

Beleuchtung der Fußgängerwege

Um den Sicherheitsbedürfnissen der Fußgänger gerecht zu werden, wird der Aufgang über die Serpentine beleuchtet. Dies soll einen sicheren Auf- und Abstieg auch bei Dunkelheit gewährleisten. Darüber hinaus wird auf Anregung der Gemeinde die Beleuchtung eines bestehenden Rundweges, der von Läufern auch in den Abendstunden frequentiert wird, geprüft.

Standortmanagement

Die Vermarktung und inhaltliche Organisation des Erlebnisortes Reden soll zukünftig professionalisiert werden. Die IKS sowie ihre Gesellschafter Saarland und Landkreis Neunkirchen planen daher in 2020 ein professionelles Standortmanagement aufzubauen. eck

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