Nunkirchen war Station der Sommertour

Der Generalsekretär der CDU Saar, Markus Uhl, besuchte Unternehmen

NUNKIRCHEN Bei strahlend blauem Himmel besuchte Markus Uhl im Rahmen seiner Sommertour die Stadt Wadern. Den ganzen Nachmittag verbrachte er hierbei in Nunkirchen, wo der CDU-Ortsverband ihm drei traditionelle Unternehmen vorstellte. Hierbei schilderten sie den alltäglichen Betrieb, die Besonderheiten aber auch die Sorgen in der aktuellen Covid19-Pandemie.

Besondere Herausforderung

„Ich freue mich immer wieder in den Hochwald zu kommen und bei diesem schönen Wetter so freundlich empfangen zu werden ist wunderbar. Ich freue mich auf den Nachmittag und bin mir bewusst, dass die Covid19-Pandemie auch für diese Region eine besondere Herausforderung darstellt. Die individuellen Probleme interessieren mich sehr und ich werde sie nicht nur mit nach Saarbrücken, sondern auch nach Berlin nehmen“, so Markus Uhl einleitend.

Begleitet wurde dieser Besuch neben einigen Mitgliedern des Ortsverbands auch von den Mitgliedern des Landtags Frank Wagner und Ulrich Schnur. Dr. Kathrin Müller vom CDU-Ortsverband Nunkirchen erklärt dazu: „Wir wollten den Besuch von Markus Uhl dazu nutzen, die Firmenvielfalt unseres Ortes vorzustellen und den ansässigen Unternehmen die Chance geben, auch ihre Fragen und Probleme darzustellen.“

Als erste Station fuhr man das traditionelle Familienunternehmen Jungels an, deren Familienunternehmen über 100 Mitarbeiter beschäftigt. Nach einem Rundgang durch den imposanten Fuhrpark, schilderten die Mitarbeiter der Spedition Jungels die Probleme des Unternehmens. Da die Automobilindustrie bereits seit einiger Zeit unter Problemen leidet, wirkt sich dies auf Auftragslage des Spediteurs aus. Auch die Ausbildung im eigenen Betrieb beschäftigt das Familienunternehmen. Der Leiter des Fuhrparks Giebel erklärte dazu, dass man gerne die Lehrlinge ausbilde und übernehme, da man dann auch um die Ausbildungsqualität der Lehrlinge wisse. Trotz der sehr guten Beschäftigungsaussichten habe man leider dennoch Probleme die Ausbildungsplätze bis zum Ende der Lehrzeit zu besetzen.

Wo drückt der Schuh?

Die zweite Station führte zum Kastanienhof nach Münchweiler. Der Bauernhof wird von Josef Fontaine mit seiner Frau geführt, der damit die langjährige Familientradition am Leben erhält. Der Hof wurde stets modernisiert und an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst. Das Herzstück bildet auch heutzutage noch die Milchwirtschaft. In dem modernen Kuhstall, der auch liebevoll Wohlfühlstall genannt wird, hielt nicht nur moderne Technik mit der automatisierten Melkstation Einzug, sondern auch der Wohlfühlfaktor kommt mit Massagebürsten nicht zu kurz. Die Milch kann sowohl am eigenen Milchhäuschen als auch in den Produkten der Hochwald-Gruppe genossen werden.

Philip Demmer, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes: „Wir freuen uns sehr, ein so modern geführtes und gleichzeitig traditionsreiches Unternehmen vor der Haustür vorzufinden. Hier zeigt sich, dass Tierwohl und Wirtschaftlichkeit nicht unvereinbar sein müssen“. Ein zweites Standbein des Bauernhofs bildet die Energiewirtschaft mit Photovoltaikanlagen auf den Stalldächern und der hauseigenen Biogasanlage. Josef Fontaine erklärte hier, dass er damit 600 Haushalte mit Energie versorgen könnte, wenn die Leitungen dafür vorhanden wären.

Empfang im Schloss

Zum Münchweiler Schloss wurde die Gruppe von Philip-Constantin von Hagke empfangen. Bei einem hausgemachten Eistee lauschte die Gruppe um Markus Uhl der Geschichte des Barock-Schlosses. Der Familiensitz wird liebevoll Schritt für Schritt von der Familie saniert und restauriert. Im ersten Obergeschoss lebt die Familie von Hagke rund um ein versiegeltes Zimmer, deren Tapete vermutlich einzigartig in Deutschland ist, da sie handbemalt im Stil der Weimarer Geschichte ist. Die wichtigste Einnahmequelle des Familienunternehmens liegt in der Veranstaltungsbranche, die sehr unter den Hygienemaßnahme im Rahmen der Covid19-Pandemie gelitten hat.

„So wurden die begehrten Hochzeiten auf dem Schloss um ein Jahr nach hinten verlegt, so dass sich dies natürlich auch auf die gebuchten Veranstaltungen im nächsten Jahr auswirken wird“, so Philip-Constantin von Hagke.red./ti

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de