Nun auch in Ottweiler präsent

Neue Beratungsstelle der Lebenshilfe „UN-KONVENTIONell“ am Schlosshof eröffnet

OTTWEILER Mit der Eröffnung der neuen Beratungsstelle „UN-KONVENTIONell“ im Schlosshof in Ottweiler setze die Lebenshilfe Neunkirchen die Vergrößerung ihrer Flächenpräsenz fort, erklärte Heino Grotehusmann, Vorsitzender der Lebenshilfe Kreisvereinigung, anlässlich der Einweihung in den Räumen des ehemaligen Schlecker Marktes in Ottweiler.

Die Lebenshilfe reagiere mit der Schaffung der neuen Einrichtung auf die ständig wachsende Nachfrage nach Beratung. „UN-KONVENTIONell“ beheimate die Offenen Hilfen: Integrationshelfer und -pädagogen unterstützten bei Bedarf Kinder in den Schulen, hier sei eine steigende Tendenz zu verzeichnen.

Der familienentlastende Dienst schaffe Freiräume für Angehörige. Vier Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichen Stellenanteilen stehen den Bürgern für allgemeine Beratungsangebote der Lebenshilfe als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.

Da Ottweiler Bürger bislang keine Einrichtung vor Ort nutzen konnten, habe sich die Lebenshilfe bewusst für diesen Standort entschieden. Die barrierefreie Einrichtung am Schlosshof befinde sich an zentraler Stelle in der Stadtmitte und sei gut erreichbar. Die Aktion Mensch habe die neue Beratungsstelle mit 235000 Euro bezuschusst.

Den Namen „UN-KONVENTIONell“ habe man in Anlehnung an die UN-Behindertenrechtskonvention gewählt, die seit 2008 an einen gleichberechtigten Umgang von Menschen mit Behinderung erinnere und nicht mehr deren Besonderheiten in den Mittelpunkt stelle. Dadurch sei es auch nötig geworden, Grundsätze und Leitbilder neu zu definieren. Die Mitarbeiter entwickelten sich vom Beschützer und Begleiter hin zum Assistenten.

Durch einen Wasserschaden habe sich der Eröffnungstermin weiter als ursprünglich geplant nach hinten verschoben, informierte Thomas Latz, der Geschäftsführer der Lebenshilfe Neunkirchen.

Dr. Günther Adolph, der bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand im Mai 2019 als Ressortleiter beim Lebenshilfewerk arbeitete, erlebten die Gäste der Feierstunde von einer bislang eher unbekannten Seite: Gemeinsam mit Udo Grewenig spielt Dr. Adolph in der Band „salle de séjour“, die die Feierstunde musikalisch umrahmte.

„Es ist wichtig, Menschen mit Behinderung Teilhabe zu ermöglichen, deshalb bin ich froh, dass die Lebenshilfe ein neues Angebot in Ottweiler geschaffen hat“, erklärte Hans-Peter Jochum, der erste Beigeordnete der Stadt bei der Einweihungsfeier.

Nach der offiziellen Feierstunde hatte die Bevölkerung Gelegenheit, das neue Angebot der Lebenshilfe beim „Tag der offenen Tür“ näher kennenzulernen und sich in Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen zu informieren. red./eck

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