Nostalgisch oder überflüssig?

Kaugummiautomaten sind in die Jahre gekommen

SAARBRÜCKEN Viele Generationen kennen den Kaugummiautomaten aus ihrer Jugendzeit. Ursprünglich ist er nach dem Zweiten Weltkrieg mit den Kaugummis nach Deutschland gekommen. Noch heute beglückt er viele Kinder, die sich gerne für ein paar Cent etwas „ziehen“ wollen.

Häufig findet man ihn an vielen Stellen in der Stadt als Doppel-, Dreier- oder Viererautomat. Wenn er nicht fest einbetoniert ist, befindet er sich meist an Gebäudefassaden. Der Automat wird nach Münzeinwurf durch einen Drehgriff mechanisch betätigt. In das Ausgabefach kullern dann je nach Vorauswahl bunte Kaugummikugeln, Bonbons, Modeschmuck oder diverses Kleinspielzeug (Gimmick).

Allerdings sind viele dieser angerosteten Blechkästen in die Jahre gekommen und unansehnlich geworden. Außerdem entsprechen sie nicht mehr heutigen Hygienestandards. Viele Finger greifen in die Ausgabefächer. Die enthaltenen Lebensmittel sind Witterungseinflüssen, Abgasen sowie UV-Strahlung ausgesetzt.

Viele Automaten fallen Vandalismus zum Opfer, indem sie besprüht, zerkratzt oder mit dem Feuerzeug angesengt werden. In letzter Zeit ist ein Rückbau mancher Verkaufsautomaten zu beobachten; zumindest sind deren durchsichtige Plexiglasboxen entfernt worden. oj

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