Niedrigzinsphase erreicht KSK-Kunden

Kreissparkasse Saarlouis kündigt langfristige Sparverträge mit höchsten Prämien

SAARLOUIS Die Zeiten hoher Zinsen für Prämiensparverträge sind auch bei der Kreissparkasse Saarlouis gezählt. Wie viele andere Kreditinstitute sowohl im Saarland wie in ganz Deutschland kündigt auch die KSK im Einklang mit der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in diesen Tagen zahlreiche S-Prämiensparverträge, bei denen keine feste Laufzeit vereinbart worden war und die höchste vereinbarte Prämienstaffel (50 Prozent nach 15 Jahren) erreicht wurde.

Die Sparkasse hat in den vergangenen Monaten das Gespräch mit ihren Kunden gesucht, um schon im Vorfeld nicht nur um Verständnis für ihre Entscheidung zu werben, sondern auch im persönlichen Gespräch interessante Anlagealternativen für freiwerdende Gelder aufzuzeigen.

„Wir haben uns diesen Schritt wirklich nicht leicht gemacht und auch noch länger zugewartet als andere, zumal ein Ende des Niedrigzinsniveaus nicht in Sicht ist“, sagt KSK-Vorstandsvorsitzender Horst Herrmann. „Dennoch gibt es durchaus Möglichkeiten, mit denen das Kapital unserer Kunden eine attraktivere Rendite erwirtschaften kann.“

Die äußeren Rahmenbedingungen untermauern die Perspektive. Die Europäische Zentralbank setzt den Abwärtstrend der Vorjahre fort, mit der Folge einer weiteren Verschlechterung des Zinsniveaus bis hin in den negativen Bereich. Festverzinsliche Anlagen liegen um die Nullprozent, auch die Darlehensfinanzierungen sind historisch niedrig. Zudem hat die EZB den Strafzins für Bankeinlagen erneut angehoben.

„Mit einer solchen Situation, die das Kreditwesen vor völlig neue Herausforderungen gestellt hat, konnte vor Jahren niemand ernsthaft rechnen, besonders als langfristige Prämiensparverträge sich noch als lukrative Anlage anboten“, so Vorstandsmitglied Stefan Klein: „Daher habe ich Verständnis dafür, wenn diese Sparer jetzt enttäuscht sind. Ich bitte sie dennoch weiterhin um ihr Vertrauen. Wir hoffen, dass unser Gesprächsangebot weiterhin rege angenommen wird. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Mehrheit der bereits erreichten Kunden dies gerne annehmen. Hier erleben wir auch sehr positive Rückmeldungen“.

Für Fragen der Kunden zu diesem Thema hat die KSK eine separate Hotline unter Tel. (06831) 4421810 eingerichtet. red./am

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