Nie wieder Krieg!

Die 41. Kranzniederlegung des DGB am Denkmal im Schillerpark

VÖLKLINGEN Die 41. Kranzniederlegung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am Denkmal im Schillerpark am 1. September, dem Antikriegstag, war etwas Besonderes, im politisch Großen wie im Detail vor Ort.

Die Veranstaltung fand nämlich im 75. Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs statt und unterlag den Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor dem Coronavirus.

Auch wenn Liedermacher Wolfgang Winkler eher besinnliche Töne anschlug, war doch die Atmosphäre von Abstand und Mundschutz geprägt, was die Ernsthaftigkeit des Gedenktags noch unterstrich. Mehr als 80 Zuhörer fanden den Weg in den Schillerpark, und das, obwohl diesmal die traditionelle Anschlussveranstaltung coronabedingt ausfallen musste.

Zum Antikriegstag 2020 wählte der DGB, der bundesweit bereits seit 1957 an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert, das Motto: „In die Zukunft investieren statt aufrüsten!“

Bettina Altesleben, DGB-Regionsgeschäftsführerin im Saarland, erläuterte den aktuellen Bezug dazu: „In Zeiten einer global gefährlichen Pandemie ist es noch zynischer als sonst, ausgerechnet für Aufrüstung Geld zu verschwenden“, so die Gewerkschafterin. Ihr Vorschlag: „Die für Rüstungsausgaben vorgesehenen Mittel sollten besser in ein sozial gerechtes Deutschland und Europa mit nachhaltigen Zukunftsperspektiven investiert werden.“

Der ehrenamtliche Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Saarbrücken, Albert Augustin, ging in seiner Gedenkrede auf die aktuelle Situation in Belarus, auf die tödliche Explosion in Beirut und auf die rassistischen Übergriffe in den USA ein.

Augustin mahnte eine Bündelung der politischen Kräfte an, um „gegenseitig stützende Wege“ zu finden und „unterschiedliche Sichtweisen zusammenzuführen“, um gemeinsam eine bessere Welt zu erschaffen. red./jb

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de