Neues von der ASV

Wie hat der Verein die Corona-Krise überstanden?

KLEINOTTWEILER Wie ist die ASV Kleinottweiler durch die Corona-Krise gekommen? Ein Gespräch zwischen der 2. Vorsitzenden Daniel Heintz und dem Spielausschussvorsitzenden Michael WallichDaniel Heintz: Wie hat die ASV Kleinottweiler die lange Zwangspause genutzt. In der sportlichen Krise kam ja noch eine Krise durch den Coronavirus hinzu?Michael Wallich: Unser kompletter Betrieb wurde über Nacht außer Betrieb gesetzt. Die Stammtische im Sportheim oder auch die wöchentlichen Talks im Dorf finden seit Monaten nicht mehr statt. Deshalb bin ich froh, dass wir auf diesem Weg die ein und andere Neuigkeit verkünden können. Aber nun zu deiner Frage: Ja von einer doppelten Krise konnte man im März sprechen, denn wir haben schlecht gespielt und zurecht am Tabellenende gestanden, als der Spiel- und Vereinsbetrieb lahmgelegt wurde. Aber wir haben diese Zeit genutzt, um nach vorne zu schauen und Dinge in Bewegung zu bringen. Mit der Verpflichtung von Patrick Severin als neuem Trainer und Jürgen „Omo“ Brandstätter als Co-Trainer ist uns dabei ein sehr wichtiger Schritt gelungen, ebenso wie mit der Verpflichtung von 14 Neuzugängen. Dazu haben wir noch offene Gespräche und eventuell weitere Neuzugänge in der Hinterhand.Heintz: Nach dem virtuellen Verbandstag müssen wir den Abstieg in Kauf nehmen, sind wir für die neue Saison und für die Bezirksliga gerüstet?Wallich: Der Kader besteht aus Spielern, die von der Saarlandliga bis zur Bezirksliga gespielt haben. Erfahrene Spieler, die den Verein kennen und ihm treu geblieben sind, Zugängen aus anderen Vereinen sowie einigen jungen Nachwuchsspieler aus der A-Jugend (JFG Höcherberg), von denen einige sich schon in den Spielen der ersten Mannschaft bewährt haben. Ich freue mich, dass unser neues Trainergespann sich bei der Vermittlung von neuen Spielern ins Zeug gelegt hat und sein großes Netzwerk in der Region genutzt hat. Dazu kommt, dass der Name ASV Kleinottweiler als Verein mit großer Tradition im ganzen Land immer noch zieht. Wichtig ist, dass nach einer schwierigen Saison mit bitteren, hohen Niederlagen, einem Trainer-Abgang und vielen Verletzungen der Spaß am Fußball wieder im Vordergrund steht, egal in welcher Liga wir nun spielen werden. Natürlich stehen wir, wie alle anderen Vereine in den Startlöchern und warten auf offizielle Mitteilungen, wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Wir hoffen, dass die neue Saison spätestens im September beginnen darf.Heintz: Was macht nun Interimstrainer Sebastian Wnuk?Wallich: Er bleibt uns als Spieler erhalten und wird voraussichtlich die B-Jugend der JFG Höcherberg als Trainer übernehmen. Ihm gebührt großen Dank, denn er hatte das Traineramt in einer misslichen Lage übernommen und mit der Mannschaft alles gegeben. Heintz: Die ASV wird dieses Jahr 100 Jahre alt? Wie schaut es da mit den Feierlichkeiten aus?Wallich: Das klassische Jubiläumsfest kann nicht stattfinden. Das werden wir 2021 nachholen, eventuell im Herbst die ein oder andere Aktion machen. Uns trifft diese Pandemie auch wirtschaftlich sehr stark. Sowohl das Jubliäumsfest, als auch die Kirmes fällt aus. Eine Katastrophe, aber auch das werden wir überstehen. Vielen Dank an alle Mitglieder, die dem Verein in dieser kritischen Zeit beigestanden und geholfen haben. red./jj

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