Neuer Termin erst am 6. Oktober 2022

Hagen Rether mit seinem Programm „Liebe“ in der Stadthalle Merzig

MERZIG Aufgrund der Pandemie muss die geplante Veranstaltung „Hagen Rether“ verschoben werden. Der ursprüngliche Termin am 8. Januar ist aufgrund der Richtlinien nicht einzuhalten. Der neue Termion ist im Jahr 2022. Konkret: Donnerstag, 6. Oktober 2022, um 20 Uhr in der Stadthalle Merzig. Die bereits gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit.

„Wir können die Welt nicht retten? Ja, wer denn sonst?“

„Wir können die Welt nicht retten? Ja, wer denn sonst?“ Es ist kein klassisches Kabarett, was Hagen Rether am 6. Oktober 2022 seinem Publikum serviert, sondern eher ein assoziatives Spiel, ein Mitdenkangebot. Ab 20 Uhr steht der Abend wieder unter dem altbewährten Programmtitel „Liebe“, in dem aktuelle Inhalte zur Sprache kommen.

Der klassische Aufklärer Hagen Rether öffnet die Augen für Hintergründe und Zusammenhänge und spricht beiläufig Wahrheiten aus, die den Zuschauer mit der Erkenntnis zurücklassen, dass auch er Teil des großen Spiels ist in dem wir alle leben. Karten an allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen, im Ticket- Büro der Villa Fuchs in der Stadthalle und unter Tel. (06861) 93670, ebenso online unter www.villa-fuchs.de.

Hagen Rether – geboren in Bukarest, aufgewachsen in Freiburg, heute in Essen lebend – hat das Kabarett am und mit dem Klavier neu erfunden. Leise plaudernd fordert er seinem Publikum in einzigartiger Weise mit blitzschnellen Themenwechseln höchste Aufmerksamkeit und Konzentration ab. Ohne falsche Rücksichtnahme auf politische Korrektheit stellt er unter dem immer gleichen Programmtitel „Liebe“ in einem sich ständig verändernden Programm die komplizierter werdende Welt und bisweilen auch sich selbst in Frage. Er gibt sanft, aber eindringlich, den Wolf im Schafspelz und entlarvt mit bitterbösen Beispielen die allseits vorhandene Scheinheiligkeit und Doppelmoral. Der Kabarettist verweigert die Verengung komplexer Zusammenhänge und gesellschaftlicher wie politischer Absurditäten auf bloße Pointen. Auch das Schlachten von Sündenböcken und das satirische Verfeuern der üblichen medialen Strohmänner sind seine Sache nicht, denn die Verantwortung tragen schließlich nicht allein „die da oben“.

In aller Ausführlichkeit verknüpft Rether Aktuelles mit Vergessenem, Nahes mit Fernem, stellt infrage, bestreitet, zweifelt. An zentralen Glaubenssätzen westlicher „Zivilisation“ rüttelt er gründlich, sogenannte Sachzwänge gibt er als kollektive Fiktionen dem Gelächter preis. Mit überraschenden Vergleichen verführt er das Publikum zum Perspektivwechsel – zu einem anderen Blick auf die Welt, in die Zukunft, in den Spiegel, auch unbequemer Wahrheit ins Auge. Und er ruft dazu auf, dass wir uns von unserer vielfach instrumentalisierten Angst und Wut befreien.

Leidenschaft für Aufklärung und Mitgefühl

Rethers „Liebe“ ist tragisch, komisch, schmerzhaft, ansteckend: Das ständig mutierende Programm mit dem immer gleichen Titel verursacht nachhaltige Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und stiftet zum Selberdenken und -handeln an.

Bis zu dreieinhalb Stunden plädiert der Kabarettist leidenschaftlich für Aufklärung und Mitgefühl, gegen Doppelmoral und konsumselige Wurstigkeit: Wandel ist möglich – wenn wir wollen.red./ti

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