Neuer Baum in der „Allee der Sieger“

AFW: Pflanzung bei frühlingshaften Temperaturen

BLIESKASTEL Es war schon eine nicht alltägliche Situation, bei Sonnenschein und 19 Grad mit Glühwein bewirtet zu werden. Jürgen Baquet, Leiter des Filmclubs AFW Blieskastel stellte dagegen: „Wir haben hier aber schon gestanden und waren durchgefroren bis auf die Knochen.“ Worum ging es?

In Blieskastel gibt es etwas Einmaliges im Bereich der nichtprofessionellen Filmerei, deutschlandweit: Wer beim alljährlichen Bundesfilmfestival Natur in Blieskastel den Ehrenpreis der Stadt gewinnt, darf jeweils im Herbst noch einmal kommen, um einen sogenannten „Siegerbaum“ zu pflanzen, in der „Allee der Sieger“ im Schellental. Ein Hinweisschild auf einem massiven Pfosten vor dem Baum gibt nähere Auskünfte.

Junge Eberesche

In diesem Jahr hatte das Ehepaar Barbara und Wilfried Matz den Preis gewonnen und extra die weite Fahrt aus Rudolstadt in Thüringen nach Blieskastel angetreten, um ihren Baum zu pflanzen. Dr. Helmut Wolf, Leiter der Forstverwaltung in Blieskastel, hatte diesmal eine junge Eberesche ausgesucht und erläuterte u. a., dass es in einer Zeit des bedrohlichen Insektensterbens wichtig sei, dem entgegenzuwirken. Die Eberesche oder Vogelbeere sei in der Blühphase eine ausgewiesene Futterpflanze für zahlreiche Insekten und locke später mit ihren roten Beeren über 60 Vogelarten an.

Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener drückte ihre Freude darüber aus, dass sie jedes Jahr besondere Gäste hier im Schellental zu einer ebenfalls besonderen Aktion willkommen heißen dürfe.

Bevor die Aktion mit dem eingangs erwähnten Glühwein an Ort und Stelle „begossen“ wurde, machte Dr. Wolf darauf aufmerksam, dass nur noch ein einziger Platz für einen Baum frei sei. Danach müsse man sich einen anderen Bereich aussuchen. all

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