Neue Wege der Seelsorge

Evangelische Kirchengemeinde Merzig bietet Postcasts, Newsletter und Online-Messen

MERZIG Auf Krisen reagiert die Evangelische Kirche normalerweise mit persönlichen Besuchen und gemeinsamen Gebeten. Dass genau das im Moment falsch wäre, stellt die Pfarrer im „Grünen Kreis“ vor eine große Herausforderung. Aber es gibt zahlreiche Ideen…

In Wadern und Losheim hängen Postkarten an den Kirchen. Sie enthalten einen Gruß der Kirchengemeinden und Platz zum selbst füllen. Dort stehen auch Außenaltäre mit Kerzen und Fürbitten-Büchern. Am Sonntag bietet die Gemeinde einen Podcast (Internet-Film) an.

Da die „Tafel“ in Wadern-Losheim geschlossen ist, werden vermehrt Lebensmittel-Gutscheine ausgegeben.

In Merzig sind ebenfalls Postkarten vor der Kirche zu bekommen, man kann sie von einer Wäscheleine „pflücken“. Auf der Rückseite findet sich der Hinweis auf den Youtube-Kanal „Corona Gottesdienste Merzig“. Dort wird bis ein Wiedersehen möglich ist, jeden Sonntag und Karfreitag ein neuer Gottesdienst aus der Merziger Friedenskirche gezeigt.

In Beckingen betet Pfarrer Winkler jeden Sonntag in der Kirche gezwungener Weise alleine, aber mit den Gebetsanliegen der Gemeinde. Diese können dem Geistlichen per Post, Telefon oder WhatsApp übermittelt werden.

Unter E-Mail an kuenhaupt@ekir.de kann man eine Newsletter abonnieren, die dann regelmäßig die letzten Neuigkeiten verbreitet.

Ein Höhepunkt soll der Ostergottesdienst werden. Das Konzept entsteht im Moment noch, aber es ist geplant, kurze Video-Sequenzen aus allen Teilen der Gemeinde zusammenzuschneiden, zum Beispiel jeder einen Satz aus der Lesung oder eine Fürbitte. Auch dies wird auf Facebook zu sehen sein.

Die Kirchengemeinde Merzig als Trägerin der „Tafel Merzig“ weist darauf hin, dass diese unbedingt geöffnet bleiben soll. Im Moment gelingt dies auch hervorragend. Viele jüngere Menschen haben ihre Hilfe angeboten. Ältere Mitarbeiter, die ja vom Virus besonders gefährdet sind, können da zu Hause bleiben. Und Waren kommen von den Kaufleuten auch wieder genug.

Alle Gemeinden verweisen darauf, dass man sich telefonisch gern an die Pfarrer wenden kann, auch wenn kein konkretes Anliegen, sondern nur ein Unwohlsein oder unbestimmte Angst plagen. Jeder soll wissen: „Er oder sie ist nicht allein!“red./ti

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