Neue Ladesäule in Illingen

Austausch der Ladesäule von e-mobil Saar

ILLINGEN Die Zahl der zugelassenen E-Fahrzeuge im Saarland wächst und so wächst auch die Ladeinfrastruktur vor Ort kontinuierlich mit. Nun haben Dr. Armin König, Bürgermeister von Illingen, sowie Michael Dewald, Geschäftsführer der energis GmbH, im Beisein der Beigeordneten der Gemeinde gemeinsam eine moderne 22 kW-Ladesäule, die gegen eine der letzten „alten Ladesäulen“ des „e-Mobil Saar“ Projektes von 2011 ausgetauscht wurde, in Betrieb genommen.

Derzeit sind im Saarland über 315 Ladepunkte bei den Netzgesellschaften registriert. Davon sind ca. 200 öffentlich zugänglich. Bis Ende 2020 werden rund 100 öffentliche Ladepunkte von der energis und den Stadtwerkepartnern betrieben. Dewald rechnet damit, dass sich die Zahl der öffentlichen Ladeeinrichtungen im Saarland bis Ende 2021 sicherlich verdoppeln wird.

Da sich immer mehr Kunden zu Hause eine Wallbox einbauen lassen und auch immer mehr Firmen Ladestationen für Kunden und Mitarbeiterfahrzeuge anbieten, wird die Gesamtzahl weiter stark steigen. Die energis bietet für alle Zielgruppen die entsprechenden Produkte und Dienstleistungen an. So kann man z.B. mit der energis-Ladeflatrate für 180 €/Jahr deutschlandweit an über 4600 Ladestationen sein Fahrzeug aufladen. Auch eine Wallbox, mit komplettem Installationsservice wird angeboten.

Vorteile für Unternehmen

Besonders die steuerlichen Anreize machen das Thema Elektromobilität für Unternehmen interessant. Im letzten Jahr wurde für Elektro- und extern aufladbare Hybridfahrzeuge diese Versteuerung halbiert: Wird ein Dienstwagen auch privat genutzt, wird dieser Vorteil grundsätzlich mit einem Prozent des inländischen Listenpreises versteuert. Für rein elektrische Fahrzeuge wird der Steuersatz sogar geviertelt (0,25 Prozent).

Des Weiteren wurde z. B. für die Anschaffung neuer, rein elektrisch betriebener Lieferfahrzeuge eine Sonderabschreibung (bis Ende 2030) eingeführt. Damit können Unternehmen bereits im Jahr der Anschaffung eines solchen Fahrzeugs zusätzlich zu den regulären Abschreibungsmöglichkeiten die Hälfte der Anschaffungskosten steuerlich abschreiben.

Das kostenfreie Aufladen des Elektro- oder Hybridelektrofahrzeugs im Betrieb des Arbeitgebers ist für das Unternehmen steuerfrei. Ebenso können betriebliche Ladevorrichtungen von Beschäftigten genutzt werden, ohne dass dieser Vorteil versteuert werden muss. Übereignet der Arbeitgeber Ladevorrichtungen für die Nutzung außerhalb des Betriebes oder leistet Zuschüsse für den Erwerb und Nutzung von Ladevorrichtungen, kann dieser geldwerte Vorteil pauschal mit 25 Prozent versteuert werden. Beide Maßnahmen sind bisher bis Ende 2030 befristetet. Das sorgt für Planungssicherheit und soll die Akzeptanz für das Modell erhöhen.

red./eck

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