Neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

SHG investiert auf dem Saarbrücker Sonnenberg rund 13 Mio. Euro

SAARBRÜCKEN Mit dem symbolischen ersten Spatenstich wurde auf dem Sonnenberg das Startsignal für den Neubau der SHG-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie gegeben. Mitte 2021 soll das neue Haus fertig sein. Dann kann auch der Umzug aus dem alten Gebäude in Kleinblittersdorf erfolgen, das in die Jahre gekommen ist und noch an den Folgen des schweren Unwetters vom Mai letzten Jahres leidet.

An den SHG-Klinikern Sonnenberg entsteht nun ein zweigeschossiger Flachbau für 42 stationäre und 15 Tagesklinikplätze. Außerdem wird Platz für Therapie, eine Schule und eine Turnhalle geschaffen. Der Neubau am Waldrand erhält auch einen Therapie-Garten, eine Außenküche und einen Grillplatz. Die Baukosten sind mit rund 13 Mio. Euro veranschlagt, davon neun Mio. Euro als Landeszuschuss.

„Das ist ein Tag der Freude“, sagte SHG-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gillo. Man habe beim Träger schon länger über eine Verlegung der Klinik von Kleinblittersdorf nach Saarbrücken nachgedacht, auch wegen der Synergieeffekte und absehbar hoher Sanierungskosten des Altgebäudes, was dann durch das letztjährige Unwetter und dessen Folgen beschleunigt wurde. „Es war eine gute und einstimmige Entscheidung, das Ganze auf den Sonnenberg zu verlegen“. Gillo bedankte sich beim Land für den Zuschuss, „ohne den die Realisierung unserer Pläne nicht möglich gewesen wäre“.

Ministerialrätin Brigitte Schmidt-Jähn warf einen Blick in die Zukunft der Kinder- und Jugendpsychiatrie, in der gegenläufige Trends aufeinanderträfen: „Einerseits führt die demografische Entwicklung zu weiter rückläufigen Kinder- und Jugendlichenzahlen, andererseits nimmt die Morbidität der relevanten Krankheitsbilder bei Kindern und Jugendlichen zu.“ Dabei spiele das Thema Sucht eine große Rolle. Freudig beklatscht wurde der Spatenstich auch vom gesamten Team der KJP und vielen Beschäftigten des Sonnenbergs. SHG-Geschäftsführer Bernd Mege nutzte die Gelegenheit, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich für ihr Engagement zu danken.red./tt

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