Neue Ansätze & Kostenbeispiele

„Einführung eines effizienten Energie- und Gebäudemanagement in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land“

ZWEIBRÜCKEN Da die Nutzung der Vielzahl der Gebäude in eigener Trägerschaft der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land – in all ihren Facetten – erhebliche Kosten verursacht, wurden mit der FH Zweibrücken, Fachbereich Wirtschaftsinformatik, mehrere Studienarbeiten zum Thema „Einführung eines effizienten Energie- und Gebäudemanagement in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land“ vergeben.

Der Ansatz von Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Gundacker: eine „objektive Analyse“. Da eine solche übergreifende Analyse durch externe Berater sehr kostenintensiv werden kann, die Verbandsgemeinde jedoch die Fachhochschule Zweibrücken mit geballten Sachverstand vor Ort hat, lag es aus Sicht Gundackers nahe, eine für beide Seiten lohnenswerte Kooperation auf den Weg zu bringen.

„Die ist uns gemeinschaftlich in vorbildlicher Weise gelungen. Bei unserer Ausschreibungsvorbereitung, der Stoffsammlung für die Studenten wie, Gebäudepläne, Vor-Ort-Besichtigungen, Kostenstellenberichte und alle relevanten Daten wurde das Ausmaß und der Umfang erst deutlich. Unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Jacob und Andreas Heß haben sich insgesamt sieben sehr engagierte Teams á zwei bis drei Studenten eingebracht und ihre jeweiligen Studienarbeiten zum Thema mit abzuleitenden Einsparpotenzialen vorgestellt“, erläutert Gundacker.

Die erste Grundpräsentation fand im kleinen Kreis (Prof. Dr. Michael Jacob, Andreas Hess, Bürgermeister Jürgen Gundacker und der Bauamtsleitung) Anfang Februar an der FH Zweibrücken statt. Derzeit werden die ermittelten Ergebnisse ausgewertet, doch schon jetzt könne man sagen, dass sich die Kooperation mehr als gelohnt habe. „Wir haben neue Ansätze, unterschiedliche Sichtweisen, detaillierte Vergleichs- und Kostenbeispiele erhalten und letztlich auch vielversprechende Erkenntnisse für die Umsetzung eines effizienten Gebäudemanagements in der Bauabteilung erlangt“, so der Verbandsbürgermeister.

Für Details bittet Gundacker jedoch noch um etwas Geduld, da die Auswertung sehr umfangreich sein werde. Allerdings sei aufgefallen, dass sich in einigen Gebäuden die Stromverbrauchskosten durch den Betrieb nicht effizienter elektronischer Geräte zum Teil auf sehr hohem Verbrauchsniveau bewegten. Auch die Energieeffizienz durch bauliche Veränderungen sei teilweise berücksichtigt worden und auch hier gebe es im Detail erhebliche Einsparpotenziale.

Diese Einsparpotenziale seien für die Verbandsgemeinde aber bares Geld. Daher gelte es, diese Ergebnisse in allen Abteilungen zunächst intern zu bewerten und umzusetzen. „Persönlich geht es mir in dieser Maßnahme darum, Kostenstrukturen zu überprüfen, Einsparungspotenziale im täglichen Betrieb zu nutzen und die Energieeffizienz damit zu steigern“, unterstreicht Gundacker.

Die Prämierung der Arbeiten wird im Rahmen der Endauswertung im Frühjahr in der Verbandsgemeindeverwaltung erfolgen. Der Verbandsgemeindebürgermeister will auch zukünftig mit der Fachhochschule Zweibrücken die Kooperation auszubauen und neue Projekte anzustoßen.red./dos

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