Netzausbau in Beckingen

Bürgermeister Collmann unterschreibt Kooperation mit Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser

Beckingen. Die Gemeinde Beckingen hat einen großen Schritt in Richtung Glasfasernetz gemacht. Kürzlich unterzeichneten Bürgermeister Thomas Collmann und Yannic Sick, Manager kommunale Kooperation beim Unternehmen Deutschen Glasfaser, den Kooperationsvertrag, womit eine wichtige Voraussetzung für den möglichen Netzausbau geschaffen wurde. Den Beschluss dazu hatte der Gemeinderat einstimmig gefasst.

Die beiden Investoren EQT und OMERS vereinten inexio und die Deutsche Glasfaser durch die Fusion im Juli 202 zu einer Unternehmensgruppe. Während die inexio, die in der Gemeinde Beckingen in den Gemeindebezirken Erbringen, Hargarten, Haustadt und Saarfels jeweils ein Glasfasernetz unterhält, das allerdings auf den letzten Metern bis zu den Häusern auf das Kupfernetz der Telekom zurückgreift, ist es Ziel der Deutschen Glasfaser, den Glasfaseranschluss direkt bis in die Häuser zu führen.

Somit ist die Inanspruchnahme eines Fremdnetzes nicht mehr erforderlich.

Hollywood-Blockbuster im Heimkino, Musik-Streaming oder das Videotelefonat mit Familienangehörigen in weiter Ferne, zum Beispiel mit der Tochter in Australien, rücken für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Beckingen in den Ortsteilen Beckingen, Düppenweiler, Haustadt, Honzrath mit Ortsteil Hellwies, Reimsbach und Oppen somit in greifbare Nähe.

Ob die Breitbandanbindung in Kürze erfolgen kann und Surfgeschwindigkeiten mit mindestens 300 Mbit/s zum Standard werden, entscheiden in Kürze die Bürger.

Deutsche Glasfaser ist Spezialist für den Ausbau von Glasfaserstrukturen im ländlichen Raum. Das Unternehmen wird in den kommenden Monaten eine Nachfragebündelung durchführen. Im Aktionszeitraum können sich Bürger, die im geplanten Ausbaugebiet wohnen, für einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser entscheiden. Erreicht die Vertragsquote im Ausbaugebiet mindestens 40 Prozent, steht dem schnellen privatwirtschaftlichen Ausbau durch Deutsche Glasfaser nichts mehr im Weg.

Für Bürgermeister Collmann ist der Ausbau der FTTH-Glasfaseranschlüsse eine wichtige Infrastrukturmaßnahme und Standortfaktor auch für die Wirtschaft.

„Moderne Kommunikationstechnologien sind für eine nachhaltige Dorfentwicklung heute ein wesentliches Element, da sie über die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit eines Ortes mitentscheidend sind. Es ist ein weiterer wichtiger Schritt in die Zukunft der Gemeinde Beckingen und eine Investition zur Stärkung als Wirtschaftsstandort“, erklärte der Verwaltungschef. Collmann hofft, dass im Vorfeld 40 Prozent aller Haushalte einen Vertrag abschließen, damit das Projekt in die Umsetzung gehen kann.

Der Vorteil der FTTH-Glasfaseranschlüsse liegt klar auf der Hand: Bei diesen Anschlüssen wird die Glasfaser bis ins Haus, bzw. bis in die Wohnung geführt (FTTH, Fiber to the Home) – die Anschlüsse sind somit komplett kupferfrei. Kunden erhalten exakt die Leistungen, die sie buchen.

Bürger, die einen Vertrag unterschreiben, zahlen keine Kosten für den Ausbau ihres Anschlusses. Mit den Glasfaseranschlüssen wird das Netz insgesamt zukunftssicherer. Als niedrigste Geschwindigkeit werden zur Zeit 300 Mbit/s im Download und 150 Mbit/s im Upload angeboten.

Der Kooperationsvertrag mit der Gemeinde Beckingen wurde über eine Dauer von 30 Jahren abgeschlossen. Die Gemeinde unterstützt die Deutsche Glasfaser unter anderem dabei, Technikstandorte für den Ausbau der der Infrastruktur zu erwerben. Der geplante Netzausbau ist zunächst nur für die Gemeindebezirke Beckingen, Düppenweiler, Haustadt, Honzrath, Reimsbach und Oppen vorgesehen. Haustadt wurde nur berücksichtigt, da die geplante Erschließungsstraße durch den Ort führt. Ansonsten wurden die Gemeindebezirke berücksichtigt, in denen die Unternehmensgruppe bisher kein Leitungsnetz unterhält. In den bereits bestehenden Versorgungsgebieten wird derzeit ein Upgrade zur FTTH-Technologie überprüft und ist als Nachfolgeprojekt denkbar. red./am

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