Nachhaltigkeitssiegel für Schulen

Ministerien, Umweltorganisationen und proWIN pro nature Stiftung als Partner

SAARBRÜCKEN Schulen im Saarland sollen durch ein eigenes Gütesiegel künftig dazu bewegt werden, den schonenden Umgang mit Ressourcen in besonderer Weise zu vermitteln. Umweltminister Reinhold Jost (SPD) und Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) haben dazu die Initiative „Schule der Nachhaltigkeit“ vorgestellt.

Die Schulen können sich mit Projekten bewerben. Diese Projekte können sich zu verschiedenen Themen wie Plastikmüll, Klimaschutz oder Artensterben befassen. Dabei werden die Schulen mit Fördergeldern und von Sponsoren unterstützt. Minister Jost betont: „Wir haben gemeinsam mit Partnern das Siegel ,Schule der Nachhaltigkeit‘ entwickelt. Die Schule der Nachhaltigkeit bietet saarländischen Schulen die Chance auf eine geförderte, partizipative Begleitung des Projektes. Es bündelt auf eine Art alle sozialen, ökologischen Anstrengungen und Auszeichnungen und somit Kraft, Kompetenz und das Prinzip ,Lernen + Lehren‘. Alle Schulformen sind herzlich dazu eingeladen, sich den Herausforderungen einer besseren Zukunft zu stellen und sich zu beteiligen – unterstützt durch die Initiatoren.

„Der Klimawandel und seine Folgen brennt Kindern und Jugendlichen auf den Nägeln. Auf den Freitagsdemonstrationen zeigen sie, dass sie ihre Zukunft aktiv mitgehalten wollen. An ihren Schulen bekommen sie jetzt die Möglichkeit, Verantwortung in ihrem direkten Umfeld zu übernehmen. Hier lernen sie – unterstützt durch entsprechende Unterrichtsthemen und Projekte – globale Zusammenhänge zu erkennen und die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft zu bedenken. Es sind die kleinen Schritte vor Ort, die die Welt in Bewegung bringen“, erklärte dazu Bildungsminister Ulrich Commerçon.

Das Konzept der „Schule für Nachhaltigkeit“ fußt auf dem Herzstück der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, den insgesamt 17 Zielen für Nachhaltige Entwicklung. Die beiden Ministerien haben das Konzept gemeinsam mit dem Zentrum BNE (Bildung für Nachhaltige Entwicklung) des Landesinstituts für Pädagogik und Medien, der proWIN pro nature Stiftung, der Naturschutzjugend im Naturschutzbund-Saarlands (NAJU) und dem Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland (NES) erarbeitet.

Für proWIN pro nature war es deshalb überhaupt keine Frage, das Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) im Saarland zu unterstützen. Aus der ursprünglich reinen Förderanfrage des MBK entstand eine bisher einzigartige Kooperation, in dessen konstruktiven Prozess sich die proWIN pro nature Stiftung als vollwertige Partnerin bei der Entstehung der Dachmarke „Schule der Nachhaltigkeit“ wiederfand.

Michael Winter, Kurator der proWIN pro nature Stiftung, zu seinem Engagement: „Nachhaltigkeit ist für kommende Generationen keine Last oder ein ,nice to have‘ mehr. Sie wird vielmehr ein fester Bestandteil ihrer Ideologie sein und ganz selbstverständlich zu ihrem Alltag gehören. Der beste Weg, um eine positive Zukunft aktiv zu gestalten, führt über Bildung. Unsere Kinder dahingehend zu unterstützen, dass sie zu mündigen, aufgeklärten Menschen heranwachsen können, kann deshalb nur in unser aller Interesse sein.“

Benjamin Kiehn, Koordinator der proWIN pro nature Stiftung, ergänzt: „proWIN pro nature unterstützt das Projekt ,Schule der Nachhaltigkeit‘ – sowohl finanziell, als suchberatend und personell. Es ist unser Beitrag, um gemeinsam einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.“ eb

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