Nachhaltig und mit Plan vorgehen

Erster Neujahrsempfang für Oberbürgermeister Jörg Aumann

NEUNKIRCHEN Beim ersten Neujahrsempfang in seinem Amt als Oberbürgermeister begrüßte Jörg Aumann die Gäste in der Gebläsehalle. Wichtigste Priorität ist für Aumann das Wohl der Neunkircher Bürger, erklärte er einleitend. Er versteht darunter gute und sichere Arbeitsplätze, gute Bildung für die Kinder, ein selbstbestimmtes Leben für Senioren und vieles mehr.

„Es geht mir in den kommenden Jahren um die Entwicklung unserer Stadt“, so der OB. „Neunkirchen – die Stadt zum Leben. Dieser Slogan ist mir immer noch Verpflichtung“, betonte Aumann. „Der Neunkircher Weg, den ich in den letzten zehn Jahren mit gestalten durfte und den ich wirklich kennen und lieben gelernt habe, ist für mich ein leuchtendes Beispiel wie Kommunalpolitik gelingt, indem sie das Wohl der Stadt an das Ende und den Anfang aller Überlegungen stellt.“

Aumann will in diesem Sinne das Leitbild 2020 der Stadt überarbeiten und auf den Weg zu einem neuen Kurs 2030 bringen. Er erinnerte daran, dass die Etablierung Neunkirchens als Musical- und Kulturstadt ein Verdienst seines Vorgängers im Amt, Jürgen Fried, gewesen sei. Dies sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Strukturwandels von der ehemaligen Hüttenstadt hin zu einem modernen Handels-, Kultur- und Dienstleistungszentrum.

„Es kostet Zeit und Geld, Konzepte zu erstellen, aber langfristig zahlt es sich aus, wenn man nachhaltig und mit einem Plan vorgeht und das wollen wir tun“, lenkte der Verwaltungschef den Blick auf die künftigen Entwicklungen – vor allem in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Finanzen. „Wir bieten den Unternehmern und Betrieben optimale Bedingungen zur Ansiedlung“, versprach Aumann.

Er erwähnte in dem Zusammenhang besonders die Firma Terrag, die ihren Hauptsitz nach Neunkirchen verlegt und die künftige Ansiedlung von Globus. Nach wie vor sei aber auch die Stahlindustrie ein wichtiger Bestandteil von Neunkirchen. „Die deutsche Stahlindustrie darf keinen rein nationalen Klimazielen geopfert werden. Es kann nicht sein, dass die eigene Stahlproduktion in Deutschland zurückgefahren wird, nur um die eigene nationale CO-2-Bilanz zu verbessern, dann aber Stahl aus Weltregionen importiert wird der dort mit einem wesentlich höheren CO-2-Ausstoß produziert wird. Im Endergebnis erweisen wir unserem Planeten damit einen Bärendienst.“

Spontaner Applaus und laute Zurufe zeigten die Zustimmung der Gäste. Weitere Schwerpunkte setzte Aumann in den Bereichen Bildung, Sicherheit, ÖPNV und Krankenhausversorgung.

Die musikalische Umrahmung des Abends bestritten die Musikfreunde Münchwies. jam

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