Nach allen Regeln der Kunst

Kulturzeit in Zweibrücken beginnt am 6. November mit einem Benefizkonzert

ZWEIBRÜCKEN „Wir wollen spielen und wir werden spielen“, davon sind die Zweibrücker Kulturbeigeordnete der Stadt, Christina Rauch und Kultur- und Verkehrsamtsleiter Thilo Huble überzeugt. Sie haben die ersten sechs Veranstaltungen der Theater- und Konzertspielzeit bekannt gegeben, die am 6. November mit einem Benefizkonzert in der Alexanderskirche mit den vier Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach startet.

Nachdem mit Beginn der Corona-Pandemie ab Mitte März die Theater- und Konzertveranstaltungen der vergangenen Spielzeit wie auch das Festival Euroclassic abgesagt werden mussten, soll nun im November mit dem Neustart der Kulturzeit in Zweibrücken begonnen werden. „Mit allen Regeln zu Corona aber nach allen Regeln der Kunst“, wie Huble betont. Noch nie standen die Zweibrücker Kulturszene und auch das Kultur- und Verkehrsamt vor einer so großen Herausforderung wie in diesem Jahr. Dementsprechend umfangreich und auch vorbereitungsintensiv sind die Planungen für die kommende Spielzeit.

„Es gibt keine Glaskugel, in die wir schauen können, welche Veränderungen sich im Laufe der Spielzeit 2020/2021 noch ergeben werden. Oder ob es wieder zu Einschränkungen kommt“, so Huble. Deshalb fahre man in Zweibrücken, wie fast überall im Kulturbetrieb, „auf Sicht“ und werde die Rahmenbedingungen des Kulturlebens der Dynamik der Corona-Lage anpassen. Beigeordnete Rauch und Amtsleiter Huble betonen aber, die Theater- und Konzertspielzeit sei gut vorbereitet, um bei notwendigen Veränderungen flexibel reagieren zu können und sich der jeweiligen Situation anzupassen. Beide schauen daher zuversichtlich auf die kommenden Veranstaltungen. Mit einem hervorragenden, abwechslungsreichen Programm, mit großartigen Künstlern, Inszenierungen und Konzerten.

Umfangreiches Schutz- und Hygienekonzept

Oberste Prämisse ist und bleibt natürlich für Rauch und Huble die Gesundheit der Gäste. Deshalb sei für die Spielstätten ein umfangreiches Schutz- und Hygienekonzept mit allen erforderlichen Maßnahmen konzipiert und mit den zuständigen Ämtern abgestimmt. Der Saal-Plan wurde angepasst, alternative Konzepte für die Platzauswahl und das Ticketing wurden entwickelt. Damit werden automatisiert, aber dennoch dynamisch, die freien Plätze festgelegt, die zwischen den einzelnen Besuchern vorgeschrieben sind. Auch die Anzahl der verfügbaren Sitzreihen insgesamt musste natürlich reduziert werden. Was die Gesamtkapazität in der Festhalle, je nach Gruppengröße der Buchungen, auf rund 170 Besucher beschränken wird. Mit dem Ticketverkauf, der entweder online über www.ticket-regional.de oder auch vor Ort im Kartenvorverkauf in der Maxstraße 1 erfolgen kann, wird die notwendige Kontaktdatenerfassung bereits beim Kauf erfolgen.

Aufgrund dieser außergewöhnlichen Rahmenbedingungen, den stark reduzierten Platzkapazitäten und auch um kurzfristig und flexibel auf Veränderungen reagieren zu können, hat sich das Kultur- und Verkehrsamt dazu entschlossen, in der kommenden Spielzeit auf ein Gesamtprogrammheft zu verzichten. Das Programm wird im zweimonatigen Rhythmus beworben und nur im Einzelkartenverkauf angeboten. Die Abonnements werden in der kommenden Spielzeit ausgesetzt.

Offizieller Kartenverkauf hat begonnen

Der jetzt erschienene Programm-Flyer für die Monate November/Dezember umfasst die ersten sechs Veranstaltungen. Nach dem Auftaktkonzert am Freitag, 6. November, geht es direkt am Samstag, 7. November, um 19.30 Uhr weiter mit einem musikalisch-satirischen Kabarett-Abend mit Detlev Schönauer. Übrigens die letzte Gelegenheit, ihn in Zweibrücken nochmals live erleben zu können. Er hat angekündigt, im März 2021 die Bühne zu verlassen und in den kabarettistischen Ruhestand zu gehen.

Am Sonntag, 29. November, um 18 Uhr folgt mit „Tod auf dem Nil“ ein Kriminalschauspiel von Agatha Christie auf allerhöchstem Niveau mit dem TV-Schauspieler, Sänger und Songwriter Gil Ofraim in der Hauptrolle.

Das Programm des Folgemonats beginnt am Freitag, 4. Dezember, um 19.30 Uhr mit einem Weihnachtskabarett von Sylvia Brécko mit dem Titel „Liebling, das schenken wir uns!“, gefolgt am Samstag, 5. Dezember, um 18 Uhr von dem klassischen Ballett „Die Schöne und das Biest“ mit der Musik von Peter I. Tschaikowsky.

Zum Jahresabschluss gibt es am Sonntag, 13. Dezember, um 18 Uhr ein Wiedersehen mit Frank Nimsgerns Classics. Unter dem Titel „Chrismas on the Rocks“ werden sich die profilierten Musical-Stars Aino Laos, Chris Murray und Dan Lucas ein Stelldichein geben. Sie waren bereits beim letztjährigen Festival Euroclassic mit dabei und werden in diesem Programm Weihnachtsklassiker präsentieren.

Das Programm und weitere Infos zu den Konzerten sind im Kultur- und Verkehrsamt Zweibrücken, Maxstraße 1, E-Mail: tourist@zweibruecken.de, Tel. (06332) 871-471 erhältlich.red./dos

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