Mustergültiges Tourismusprojekt

Der Spatenstich für den Bahnradweg St. Wendeler Land ist in Asweiler erfolgt

ASWEILER Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger und der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald nahmen gemeinsam mit den Bürgermeistern Andreas Veit (Nohfelden), Dr. Franz-Josef Barth (Nonnweiler) und in Vertretung für den Freisener Bürgermeister Karl-Josef Scheer, dem ersten Beigeordneten der Gemeinde Freisen, Thorsten Schmidt, den Spatenstich für den rund 30 Kilometer langen Freizeitweg durch die Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler vor.

„Der Saartourismus ist weiter im Aufschwung – im letzten Jahr kamen mehr als eine Million Gäste in unser schönes Bundesland, um Urlaub zu machen“, erklärte hierzu Ministerin Rehlinger. „Diesen Positivtrend wollen wir trotz der der negativen Effekte durch die Corona-Pandemie fortsetzen. Und gerade der Radtourismus boomt zurzeit, nachdem das Fahrrad durch Corona einen ordentlichen Schub erfahren hat.“

Der Bund unterstützt das Projekt mit rund 5 Millionen Euro. Damit trat gleichzeitig auch der Zuschussbescheid des saarländischen Wirtschaftsministeriums in Kraft, das diesen behindertengerechten Freizeitweg mit nochmals 3,2 Millionen Euro fördert.

„Ein vorbildliches Beispiel für funktionierende Kooperation, interkommunal, aber auch mit allen staatlichen Ebenen – für unsere Region ein mustergültiges Tourismus- und Freizeitprojekt, das zugleich den Alltagsverkehr voranbringt“, so Landrat Udo Recktenwald. Dank der Zuschüsse wird der Ausbau des Freizeitweges in Freisen bis zur Eisernen Brücke ausgedehnt, deren Sanierung schon seit langem erforderlich ist. Außerdem ermöglicht der Gesamtzuschuss insbesondere die Ertüchtigung aller 35 ehemaligen Bahnbauwerke inklusive der Durchlässe, deren Unterhaltung ohnehin im Zuständigkeitsbereich der Gemeinden liegen.

In Freisen wird begonnen: Zunächst wird die Zerkleinerung des Bahnschotters vorgenommen, der als Unterbau für den Freizeitweg wieder genutzt werden kann und somit Kosten von rund 600000 Euro einspart. Der erste Abschnitt geht bis nach Wolfersweiler und wird nach Fertigstellung für den Radverkehr freigegeben.

Die Projektleiterin und Tourismusexpertin des Sankt Wendeler Landes, Dr. Martina Scheer, freut sich: „Diesen Abschnitt können wir bereits in einen neuen Rad-Tourenvorschlag einbinden: von Freisen über den Wind- und Wildpark-Radweg nach Wolfersweiler, weiter über den Weiselberg- und den Saarland-Radweg wieder zurück zum Ausgangspunkt ans Rathaus in Freisen.“

Außerdem, so Scheer weiter, könne der Abschnitt als Zubringer für den Alltagsradverkehr zur Schule und dem Gewerbegebiet in Freisen dienen.

Die Fertigstellung des ersten Abschnittes von Freisen bis Wolfersweiler ist für Ende 2021 vorgesehen. jam

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