„Musik am Bau#29“ mit Kornelius

Livestream aus dem Glashaus Saarschleife etabliert sich

DREISBACH Am Samstag, 25. Juli, spielt Kornelius mit seiner Band in Dreisbach in den Räumen des Glashaus Saarschleife und wird seine Songs in einem Online-Konzert zum Besten geben. Live on stage in Person mit Jordan Bleu (Drums), „Herr Dannehl“ (Bass), Fab Pensé (Electric Guitar), Andy Muellen (Piano und Gesang) Norb Mason (Electric und Accoustic Guitar) und Kornelius Flowers (Leadvocals und Guitar).

Vom Sofa, aus dem Garten oder sonstwo „live“ dabei

Ab 20 Uhr sind sie zu sehen und zu hören auf dem YouTube-Kanal „Glashaus Saarschleife“: www.youtube.com/channel/UCLxZlaIL52SkfQ3B0dFM9kQ.

Alles Fans der Reihe können wieder daheim vom Sofa, aus dem Garten oder von wo auch immer „live“ dabei sein – bequemer geht es fast nicht.

Kornelius Flowers wird vom Rolling Stone-Magazin als der „Tom Petty von Trier“ gefeiert und die Presse konstatierte, einen Musiker wie ihn würde man in den USA auf Händen tragen. Sollte man anlässlich des neuen Albums Vergleiche aus dem Rock-Olymp heranziehen wollen, bliebe wohl nicht mehr viel Spielraum.

Nach seinem von der Presse sensationell gefeierten Solo-Debut „Vintage Hedonist“ wird nun mit dem Nachfolgealbum in Sachen „Rock“ noch eine Schippe drauf gelegt. Der Ex-„The Shanes“-Mastermind Kornelius Flowers erkundet musikhungrig auch hier neue Pfade - weg vom Folk-Punk seiner langjährigen Formation „The Shanes“, hin zu Americana anmutendem Songwriter-Rock.

Dass „Mister Flowers“ auf seinem neuesten Werk „Persona Non Grata“ dieses Mal mit einer festen Bandbesetzung arbeitete, wird nach den ersten Akkorden klar: eine eingespielte Gruppe, die genauso elegant wie kantig ein dutzend Songs in souveräner Rock‘n‘Roll-Coolness abliefert und hörbar auch den Maestro selbst zu neuen Höhen auftreibt. Flowers poetisch-knurrende Gesangswellenlinien geben dem Album gar dylaneske Momente als wäre die Mosel der Mississippi.

Den Albumtitel also mit zündelnder Ironie zersetzend, findet sich auf „Persona Non Grata“ ein lyrischer Rundumschlag auf Gesellschaft, Weltpolitik, Musikindustrie und nicht zuletzt eben zwischenmenschliches oder in Analogie zu Nietzsche „Allzuzwischenmenschliches“. Auch kontemplative, entspannte, von Klischees befreite Momente finden sich auf dem zweiten Album, wenn Flowers sich beispielsweise in „When The Feeling‘s Gone“ oder „Somebody Save Me“ der Liebe und der Vergänglichkeit widmet, wobei letztere besondere Beachtung in „There‘s A Portrait Of Myself In The Attic“ findet, einem kurzen, treibenden Rock’n‘Roller, in welchem mit Hilfe von Oscar-Wild-Querverweisen (Dorian Gray) und viel Selbstironie mit dem Älterwerden und den damit verbundenen Eitelkeiten abgerechnet wird.

Die Musiker und Verein freuen sich über Spenden

Da wie immer alles ehrenamtlich geschieht und die Band ohne Gage spielt, freuen die Musiker und der Verein sich über den Applaus in Form einer Spende. Jeder Euro zählt und hilft: Glashaus Saarschleife e.V., IBAN: DE22 5935 1040 0000 2086 86, BIC: MERZDE55, Verwendungszweck „Onlinekonzertspende“.red./ti

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