Musik als Integrationsmittel

Ministerin Bachmann übergibt in Wadgassen Instrumente an syrische Flüchtlinge

WADGASSEN Auf ihrer Sommertour hat Sozialministerin Monika Bachmann den Orchesterverein Wadgassen besucht und dabei Flüchtlingskindern Musikinstrumente geschenkt.

Der Verein engagiert sich ehrenamtlich für die meist aus Syrien stammenden Kinder und versucht sie mit Hilfe der Musik schnell in die Gemeinde zu integrieren.

Dass Flüchtlingsarbeit durchaus vielfältig sein kann, zeigt das Projekt aus der Saarlouiser Gemeinde: als „Instrument der Integration“ steht das Erlernen eines Musikinstruments beim Orchesterverein Wadgassen auf dem Programm.

Als besonderer Vorteil erweist sich hierbei die ehrenamtlich tätige Flüchtlingsbeauftragte der Gemeinde, Lina Foresto, die ebenfalls aktive Musikerin des Ortsvereines ist.

Sie spricht arabisch und erleichtert somit die Werbung und den Einstieg von interessierten Flüchtlingen in den Verein.

Hierdurch können derzeit fünf syrische Flüchtlinge ein Jahr Musikunterricht an Instrumenten wie Waldhorn, Posaune, Trompete, Klarinette und Querflöte erhalten.

„Wir müssen, neben den klassischen Integrationsinstrumenten - Sprache, Schulbildung und Arbeitsmarkt – noch weitere Ansätze und Wege finden, um auf geflüchtete Menschen zuzugehen, Vertrauen zu schaffen und sie in unsere Gemeinschaft aufzunehmen“, so Ministerin Bachmann.

„Dabei die Musik als Sprache zu nutzen ist eine großartige Sache des Orchestervereins Wadgassen. Musik ermöglicht es, über Kulturen, Religionen und Sprachen hinweg Brücken zu bauen und Integration zu erleichtern. Das ist gerade dann unglaublich wichtig, wenn geflüchtete Kinder – zum Teil traumatisiert – zu uns kommen und schnell ein Gefühl der Leichtigkeit und Fröhlichkeit zurückbekommen sollen.“

In Zusammenarbeit mit Grundschulen in der Gemeinde und dem Musikverein Wadgassen schaffte der Orchesterverein dabei bereits Ende 2015 eine Plattform für vielseitige Flüchtlingsarbeit im Saarland und zeigt sich dabei als gelungenes Beispiel für die Öffnung von saarländischen Vereinen und Verbänden hin zu anderen Kulturen.

„Die aufopferungsvolle Arbeit und das überdurchschnittliche Engagement von ehrenamtlich tätigen Personen und Organisationen hat in unserem Lande entscheidend dazu mitgetragen, dass die Flüchtlingspolitik im Saarland als beispielhaft hervorgehoben werden kann“, formuliert Sozialministerin Bachmann: „Daran werden wir in Zukunft weiter anknüpfen und tatkräftig arbeiten“.red./am

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