Mund-Nasen-Schutzmasken

Näh-Aufruf der Stadtverwaltung an die Bürger

PIRMASENS Die Krise schweißt Pirmasens zusammen. Die Initiative „PS hilft!“ ruft Bürger dazu auf, Mund-Nasen-Schutz-Masken für Pflegekräfte in Altenheimen zu nähen. Die Behelfslösung entspricht zwar nicht der zertifizierten Ware, kann aber eine hilfreiche Alternative sein, wenn es im Handel zu Lieferengpässen kommt.

In einem Schreiben an alle Pirmasenser Pflege- und Seniorenheime hatte Oberbürgermeister Markus Zwick die Verantwortlichen aufgefordert – sofern nicht bereits geschehen – alle Mitarbeiter der Einrichtungen mit einem Mundschutz auszustatten. Dieser kann das Risiko der Übertragung des Coronavirus reduzieren, da er die Verteilung der Tröpfchen verhindert.

In einer Empfehlung des Robert-Koch-Institutes heißt es: „Bei der Versorgung vulnerabler Patientengruppen im Rahmen einer Pandemie ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch das medizinische Personal aus Aspekten des Gesundheitsschutzes angezeigt“. Auch Dr. Heinz Ulrich Koch, Leiter des zuständigen Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Südwestpfalz, hat Altenpflegern in einem Zeitungsinterview geraten, während der Arbeit unbedingt einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, um alte oder kranken Menschen vor einer Infektion zu schützen.

Um den Behelf-Mund-Nasen-Schutz herzustellen, benötigen Bürger kochfeste Baumwolle und einen biegsamen Draht sowie eine Nähmaschine, eine Schere und ein Bügeleisen. Der Mundschutz ist wiederverwendbar und muss dementsprechend nach der Nutzung bei 60 Grad gewaschen und anschließend getrocknet werden. Eine ausführliche bebilderte Anleitung hat die Stadt Essen in Kooperation mit der Feuerwehr und der Universität zur Verfügung gestellt. Interessierte finden die Hinweise zum Herunterladen unter www.pirmasens.de/pshilft. Ergänzend dazu gibt es auch eine Video-Anleitung, die Schritt für Schritt zum selbst genähten Mundschutz führt.

Pirmasenser, die selbst genähte Maske spenden möchten, können diese im Rathaus am Exerzierplatz abgeben. Der Empfang ist montags bis mittwochs von 8 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr besetzt. red./dos

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