Mobile Herde im Mäheinsatz

Beweidungsprojekt in Püttlingen

PÜTTLINGEN Ungewohntes tut sich zurzeit am Geisberg. Mitten zwischen Wildwuchs und Brombeeren knabbert eine Gruppe Schafe Brombeerblätter, Wildrosen und Gras. Denn abseits der Köllerbachaue, wo die großen Büffel und Rinder weiden, sorgen auch etwas kleinere Huftiere dafür, dass die Püttlinger Landschaft nicht verbuscht – und so ganz nebenbei fördern sie damit die Struktur- und Artenvielfalt in der Köllertalstadt.

Neben dem stationären Waldschafprojekt des Natur- und Vogelschutzvereins Püttlingen im Mühlengrund gibt es nämlich eine weitere, mobile Schafherde in Püttlingen. Insgesamt 20 Schafe, genauer Heidschnucken sowie Waldschafe, gehören zu dem Beweidungsprojekt, das 2018 vom Runden Tisch Landschaft ins Leben gerufen wurde und von Frau Schaub betreut wird.

Als mobile Mähtruppe ist ihr Standort variabel. So grasen sie ganz flexibel auf festgelegten städtischen wie privaten Flächen wie im Erbachtal oder aktuell am Geisberg.

Die alten, vom Aussterben bedrohten Landschafrassen machen dabei vor kaum einem Gewächs halt: Brombeeren, Wildrosen, Weißdorn, aber auch Disteln und Brennnesseln schmecken ihnen besonders gut. Die Ernährung ist ganz auf das Beweidungsareal abgestimmt – auf dem Speiseplan stehen nur Pflanzen, Kräuter oder Gräser aus der unmittelbaren Umgebung. Das macht sie zu idealen Tieren für

die Beweidungsprojekte.

Selten gibt es Kraftfutter – das ist den Muttertieren nach den ersten Tagen der Geburt vorbehalten.

Was den Schafen jedoch gar nicht gut tut, ist mitgebrachtes

Essen, wie beispielsweise Brot. Was von Passanten und Besuchern lieb gemeint ist, kann bei den Tieren schwere gesundheitliche Folgen haben oder gar zum Tode führen. Daher sollten sie beim Besuch der genügsamen Tiere von zusätzlichem Futter unbedingt absehen!red./tt

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