Mit langer Blütezeit – bei Insekten beliebt

Naturpark-Wildkräuterküche im Herbst stellt die Lupine vor

WEISKIRCHEN Die Lupine (Lupinus) ist mit ihrer langen Blütezeit auch bei vielen Insekten sehr beliebt. Bereits im 19. Jahrhundert wurden Lupinensamen für die Ernährung verwendet. Die Lupine ist vielfältig und ein Allrounder, sie stellt eine wertvolle heimische pflanzliche Eiweißquelle für Mensch und Tier dar.

Lupine kulinarisch

Für die Ernährung werden heutzutage vor allem die Samen der Süßlupine verwendet, da diese nur einen geringen, unbedenklichen Gehalt an giftigen Alkaloiden enthalten. Die Süßlupine ist reich an hochwertigen, pflanzlichen Proteinen und weist mehr Ballaststoffe als Soja auf.

Auch als Milch- und Fleischersatzprodukt sind Lupinenaufstriche und Lupinenjoghurt sehr beliebt.

Denn das Lupinen-Eiweiß besteht maßgeblich aus essenziellen Aminosäuren wie Lysin, Leucin usw.

Die Samen der Süßlupine, können als Mehl, Lupinenschrot, Keimlinge oder Kerne vielseitig in der Küche eingesetzt werden, Lupinensamen sind glutenfrei. Der erlesene Fettanteil im Lupinenmehl bindet gut Teig, daher ist damit das Backen ohne Eier möglich.

Aus Lupinensamen lässt sich auch ein sehr geschmackvoller Kaffeeersatz herstellen.

Lupine heilwirksam

Die Lupine enthält Alkaloide, Carotinoide, Essenzielle Aminosäuren, Isoflavonoide, Proteine, Vitamin E und Eisen. Die nährstoffreichen Kerne der Süßlupine sind für die Gesundheit von Bedeutung. Die Lupine wirkt antioxidativ, blutzuckersenkend, cholesterinsenkend, harntreibend und verdauungsfördernd.

Boden und Standort

Die Lupine wächst auf sonnigen leichten bis mittleren kalkarmen Böden an Wegränder, Straßenböschungen, in Gärten und Parkanlagen. Sie ist eine Gründüngungspflanze. Ihre Wurzeln reichen bis zu zwei Meter in die Erde und lockern so tiefe Bodenschichten natürlich auf.

An den Wurzeln der Lupine siedeln sich außerdem sogenannte Knöllchenbakterien an, die aufgenommenen Stickstoff speichern und so den Boden mit Stickstoff für ein gutes Pflanzenwachstum anreichern. Sobald die Samenschoten reif sind, können diese geerntet und für das Folgejahr aufbewahrt werden. Weitere Infos zum Beispiel online unter www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/lupine. Infos gibt es bei der Naturpark-Geschäftsstelle Hermeskeil unter Tel. (06503) 9214-0 und per E-Mail an info@naturpark.org.red./ti

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