Merzig – im Wandel der Zeit

Ausstellung in der Stadthalle zeigt Bilder von früher und heute bis zum 6. Februar

MERZIG „Merzig – im Wandel der Zeit“ heißt die Ausstellung, die jetzt in der Merziger Stadthalle eröffnet wurde. Dabei lässt die Ausstellung die Besucher in die ganze Vielfalt der Geschichte von Merzig eintauchen und vergleicht auf eindrucksvolle Weise die Vergangenheit mit der Gegenwart. Dabei lassen sich auf den Bildern in anschaulicher Weise die Entwicklungen Merzigs nachvollziehen und zeigen die Stadt in einem neuen Licht.

In die Vielfalt der Geschichte von Merzig eintauchen

Besonders Interessant war für die Besucher, dass sie historische Aufnahmen markanter Punkte in der Stadt neuen Aufnahmen gegenüberstellen konnten. So waren beispielsweise Fotomotive der Merziger Fußgängerzone zu sehen, die interessante Einblicke vermittelten. Dabei ließen sich die Standorte der damaligen Aufnahmen aus der Poststraße auch heute noch gut nachvollziehen, da sich in diesem Bereich viele Gebäude vom äußeren Erscheinungsbild kaum verändert haben.

Beim genaueren Hinsehen lassen sich allerdings erhebliche Unterschiede feststellen. So war beispielsweise die heutige Fußgängerzone zur damaligen Zeit noch mit dem Auto befahrbar und wurde als Durchgangsstraße genutzt. Dies war aber nur ein Detail, das sich aus den vielzähligen Aufnahmen entnehmen ließ.

Darüber hinaus wurden aber auch wunderbare Motive rund um den Seffersbach, die Altstadt, das Klinikum oder aus den Stadtteilen präsentiert, die einen tief greifenden Eindruck von dem damaligen Merzig geben und auf eindrucksvolle Weise zeigen, wie die Bürger der Stadt früher lebten.

Dabei regt die Ausstellung die Besucher zum Nachdenken an. Denn zunächst stellt sich immer die Frage, wo das Fotomotiv aufgenommen wurde. Im Anschluss kann jeder Betrachter dann für sich entscheiden, an welchen Orten der Stadt Wunden zugefügt wurden und in welchen Bereichen sich eine positive Entwicklung vollzogen hat.

Initiator der Veranstaltung ist das Kreiskulturzentrum Villa Fuchs, dass aufgrund der Facebook-Site „Merzig – im Wandel der Zeit“ von Christian Reuter die Idee hatte, eine solche Ausstellung ins Leben zu rufen.

Ausstellung regt Besucher zum Nachdenken an

Darüber hinaus haben aber auch Dieter Kettenhofen und Lothar Bauer sowie alle, die historisches Bildmaterial zur Verfügung gestellt hatten, einen großen Anteil an der Realisierung der Ausstellung.

Im Rahmen der Vernissage begrüßte der Geschäftsführer des Kreiskulturzentrums Villa Fuchs, Michael Rauch, die Gäste in der Merziger Stadthalle und ging auf den eigentlichen Ursprung der Ausstellung ein. So war ein Film, der vor rund 20 Jahren aus Anlass der 175-jährigen Stadtrechte entstanden ist, der historische Anstoß der jetzigen Ausstellung. Vor diesem Hintergrund wurde dieses Merziger Zeitdokument am Eröffnungsabend auch präsentiert.

Die MBE, Freibad Heilborn und die Saarfürst-Brauerei

Darin waren Bilder und Videos unter anderem zum Kirchplatz St. Peter, der Terrakottafabrik, der Saarbrücke, dem Kaisergarten, der Merzig-Büschfelder-Eisenbahn, dem Freibad Heilborn, der Saarfürst-Brauerei, der Kanalisierung der Saar oder zur Entstehung des Biereichenfestes zu sehen.

Aber auch Orte, die heutzutage kaum noch jemand kennt, wie beispielsweise die Badeanstalt in der Saar, die Freilichtbühne Silwingen oder das Russenlager am Kammerforst wurden in der Präsentation beleuchtet.

Bürgermeister Marcus Hoffeld erinnert sich beim Anblick der Bilder an seine Kindheitstage. „Mir persönlich zeigt die Ausstellung, dass Merzig eine eindrucksvolle Vergangenheit hinter sich hat. Daher muss ein wichtiger Bestandteil unserer gemeinsamen Bemühungen sein, Merzig in seiner Eigenart zu erhalten, zu pflegen und weiterzuentwickeln.

Eine Stadt lebt und wächst nicht von selbst, sondern durch den Fleiß, die Initiative und den Gemeinsinn ihrer Bürger“, erklärte der Bürgermeister im Rahmen der Vernissage und richtete seinen Dank neben den Initiatoren an alle Menschen der Vergangenheit und der Gegenwart, die Merzig geprägt haben und in Zukunft prägen werden.

Für den Vorsitzenden des Kreiskulturzentrums Villa Fuchs, Jürgen Schreier, ist die Ausstellung „Merzig – im Wandel der Zeit“ ein faszinierender Rückblick auf das, was Merzig an wertvoller Bausubstanz einmal hatte. Dabei nannte Schreier Gebäude und Quartiere, die umgebaut oder abgerissen wurden und somit einen schmerzlichen Verlust für die Stadt darstellen. Dem gegenüber stellte er aber auch Maßnahmen, die für Merzig auch aus heutiger Sicht eine gute Entscheidung waren.

Ausstellung ein Wegweiser für Zukünftiges

„Wenn die Ausstellung nicht nur den Blick in die Vergangenheit lenkte, sondern zugleich ein Wegweiser für Zukünftiges wäre, dann hätte sie ihren Sinn erfüllt“, erklärte Schreier.

Musikalisch wurde die Ausstellungseröffnung durch Martin Herrmann und Kristin Backes umrahmt.

Die Ausstellung ist in der Stadthalle noch bis zum 6. Februar, zu den Öffnungszeiten der Stadthalle (montags bis donnerstags von 9 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr) zu sehen. Darüber hinaus kann die Ausstellung an den beiden Sonntagen (am 27. Januar und am 3. Februar) von 11 bis 16 Uhr zu besucht werden.red./ti

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