Meilensteine der Geschichte

Ausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht“

MERZIG Vor 100 Jahren haben starke, engagierte Frauen ein großes Ziel erreicht: Das Frauenwahlrecht wurde in Deutschland eingeführt. In einer Zeit, in der Frauen hauptsächlich als Hausfrau und Mutter wahrgenommen wurden und dies auch meist als selbstverständliche Rolle angenommen haben, war es eine entscheidende Errungenschaft selbst wählen zu dürfen.

Das bedeutete einen großen Schritt in Richtung Emanzipation, Gleichbehandlung und Eigenbestimmung. Es war ein harter und langer Kampf, der die Grundlage geschaffen hat für das neue Bild der Frau in der modernen Gesellschaft. Inzwischen sind Frauen in Führungspositionen, spielen gerade in der Politik eine starke Rolle. Dies begann mit der Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren.

Dieses Jubiläum hat die Gleichstellungsstelle des Landkreises Merzig-Wadern zum Anlass genommen, die Wanderausstellung „Meilensteine der Geschichte“ im Landratsamt in Merzig zu zeigen. Sie läuft vom 14. Dezember bis zum 13. Januar. Auf Infotafeln erfahren die Besucher viel über die spannende Geschichte des Frauenwahlrechts. „Die Ausstellung befasst sich mit einem wichtigen Thema. Viele Frauen machen nicht nur von ihrem Wahlrecht Gebrauch, sondern sind inzwischen in wichtigen politischen Positionen angekommen. Wir haben schon viel erreicht, sind aber sicher noch nicht am Ende der Entwicklung angekommen“, erklärt Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich.

Im Mittelpunkt der vierwöchigen Ausstellung steht eine Jubiläumsveranstaltung am Dienstag, 8. Januar, um 18.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Landratsamtes. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Christel Baltes-Löhr zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht – Ziel erreicht! Wie geht es weiter?“, einer Präsentation über Frauen, die Geschichte machten, mit Laiendarstellerinnen und eine Gesprächsrunde „Politikerinnen im Gespräch“. Aufgrund der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 3. Januar gebeten, bei der Gleichstellungsstelle des Landkreises, Bernadette Schroeteler, Tel. (06861) 80320, E-Mail an b.schroeteler@merzig-wadern.de.red./ti

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