Mehr Tote

PI Lebach stellt Verkehrsunfallstatistik vor

LEBACH Vor Pressevertretern stellte Hauptkommissar Bernd Stöhr, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion (PI) Lebach, die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2017 vor. Diese bezieht sich auf die Theeltalstadt sowie die Gemeinden Schmelz und Saarwellingen.

Demnach kamen 2017 im Bereich der PI Lebach vier Menschen bei Verkehrsunfällen zu Tode. Im Vergleich dazu gab es 2016 im PI Bereich keine Verkehrstoten.

Während die Zahl der Unfälle in der Stadt Lebach im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 588 und in Schmelz gar um 13 Prozent auf 386 stieg, sank sie in Saarwellingen um vier Prozent auf 399.

2017 erhöhte sich die Zahl der Unfallflüchtigen in Lebach im Vergleich zum Vorjahr um knapp sieben Prozent auf 143. In Saarwellingen sank die Zahl um zehn Prozent auf 68, während sie in Schmelz mit 93 unverändert blieb.

„Verkehrsunfälle mit Personenschäden waren in Lebach und Saarwellingen 2017 deutlich rückläufig“, bestätigte Hauptkommissar Stöhr. Eine steigende Tendenz registriert die Polizei bei Unfällen mit Fahrern unter Alkoholeinfluss. Ebenfalls einen Aufwärtstrend stellte sie bei Verkehrsunfällen mit Wild fest. In Lebach und Saarwellingen gab es jeweils 119 Fälle und 86 in Schmelz.

„Die häufigsten Unfallursachen im Bereich der PI sind Unachtsamkeiten und Flüchtigkeitsfehler“, sagte Stöhr. Danach folgten Fehler beim Abbiegen, Wenden, Gewährung von Vorfahrt sowie unangepasste Geschwindigkeit und Abstandshaltung.

In Lebach und Schmelz verursachten jeweils Verkehrsteilnehmer im Alter von 45 bis 54 Jahren am häufigsten Verkehrsunfälle mit Personenschaden und in Saarwellingen die 25- bis 34-Jährigen. Ein besonders tragischer Unfall ereignete sich im letzten Jahr in Saarwellingen. Dort kam es zu einem innerörtlichen Auffahrunfall, an dessen Folgen eine Mutter mit ihrer Tochter ums Leben kamen. 17 Personen waren von dem Unfall betroffen. Der Sachschaden belief sich auf 80000 Euro.

Ein 32-jähriger Mann wurde im Dezember bei einem Unfall auf der B 269 zwischen Lebach und Eppelborn getötet. In Reisbach verunglückte ein 79-Jähriger auf abschüssigem Gelände tödlich mit seinem Elektromobil.

Der volkswirtschaftliche Schaden, verursacht durch Verkehrsunfälle im Saarland, belief sich auf etwa 438 Millionen Euro. rgi

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