Mehr Freiheit für Radfahrer

19 Einbahnstraßen in Saarlouis sind jetzt für Radler in beide Richtungen befahrbar

SAARLOUIS Mit gezielten Verkehrssicherungsmaßnahmen soll der Radverkehr in Saarlouis gestärkt werden, sensible Verkehrsbereiche werden durch reduzierte Höchstgeschwindigkeit und zusätzliche Kontrollen geschützt.

Mit dem Fahrrad am Rathaus vorbei in Richtung Deutsche Straße – was früher nicht ging ist heute möglich: Die Einbahnstraße gilt hier nur noch für den motorisierten Verkehr, Radfahrer dürfen offiziell auch in die Gegenrichtung fahren. Entsprechende Schilder weisen das aus. Mehr noch:

In insgesamt 19 Straßen im Innenstadtbereich gilt diese Regelung nun, darunter die Adler- und die Friedensstraße, Karcher-, Stift und Augustinerstraße sowie der Gaswerkweg.

„Damit möchten wir den Radverkehr in Saarlouis stärken“, sagt OB Peter Demmer. „Mit der Öffnung von Einbahnstraßen für Fahrräder kommen Radfahrer schneller und einfacher ans Ziel. Dadurch wird es attraktiver, sich auf diese Weise in und durch die Stadt zu bewegen.“

Doch nicht nur leichter, sondern auch sicherer sollen das Radfahren sowie der Verkehr in Saarlouis insgesamt werden.

Schon vor einer Weile wurde so etwa der Radweg entlang des Stadtgartengymnasiums durch Drängelgitter gesichert, am Robert-Schuman-Gymnasium wurde gemeinsam mit Schulgemeinschaft, Polizei und der Schulentwicklungsplanung des Landkreises eine neue Verkehrsführung eingerichtet.

Neben dem neuen Zebrastreifen und ausgewiesenen Parkplätzen für den Hol- und Bringverkehr beinhaltet das auch eine Reduzierung der Geschwindigkeit im Bereich der Schule auf 30 Stundenkilometer.

Ebenfalls auf 30 Stundenkilometer begrenzt wurde die Höchstgeschwindigkeit vor der Krippe Steinrausch. In Vorbereitung ist zurzeit die Ausweisung einer 30er-Zone in der Heiligenstraße Roden: Zwischen Loris- und Winterstraße verlaufen insgesamt drei Fußgängerüberwege, die Strecke ist außerdem Hauptweg zur nahe gelegenen Römerberg Grundschule.

Besonders in sensiblen Bereichen, wie auf vielbefahrenen Straßen vor Kitas und Schulen sowie auf Strecken, in denen oft mit teils deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren wird, werden die mobilen Geschwindigkeitskontrollen weiter verstärkt.

Weitere Verbesserungen sind geplant, so etwa, auf Anregung des Saarlouiser Radlerkollektivs, eine Möglichkeit zum Abstellen von Fahrrädern auf der Vauban Insel. Mittelfristig erarbeitet die Stadt ein umfangreiches Radwegekonzept, das OB Demmer bereits im zuständigen Dezernat in Auftrag gegeben hat. red./am

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