Mehr Effizienz und weniger Stress

Stadtwerke Saarlouis starten mit „Charge4C“ in die digitale Elektro-Zukunft

SAARLOUIS Mit einem innovativen Bundesforschungsprojekt machen sich die Stadtwerke Saarlouis zusammen mit drei Kooperationspartnern weiter auf den Weg in die Zukunft.

„Charge4C – Intelligentes Teilen, Parken, Laden. Reservierungsplattform für die Elektromobilität“: Unter diesem Titel startet das Projekt. Es soll schon bald auf dem Großen Markt in die Praxis gehen.

Bei der Präsentation in den Stadtwerken betonte Dr. Ralf Levacher, technischer Geschäftsführer, die herausragende Bedeutung der Elektromobilitä. Vor allem die Netzverfügbarkeit, etwa, wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig aufgeladen würden dürfe nicht außer Acht gelassen werden.

„Charge4C“ sei da ein intelligentes System. Aufgrund von drohenden Fahrverboten und Messsystemen am „richtigen Punkt angekommen, sagte Holger Kirchner, sei man aktuell in Sachen E-Mobilität.

„Es brauche nun intelligente Systeme, etwa für die Ladesäulen“, erklärte er. Schließlich war es an den Kooperationspartnern, ihren Part in dem Bundesforschungsprojekt, das am Jahresanfang in Saarlouis gestartet ist und ein Fördervolumen von 3,5 Millionen Euro umfasst, näher vorzustellen.

So ist die Firma Ampido im Bereich des Parkraummanagements aktiv.

„Unsere Idee vor fünf Jahren in Köln war es, das Parken reservierbar zu machen“, erklärte Firmenmitbegründer Yasotharan Pakasathanan. Noch in der Zeit als Student habe er festgestellt, dass tagsüber viele Parkplätze mitten in der Stadt leer stehen.

Reservierbar über eine App, erläuterte er, können die Autofahrer völlig stressfrei gleich zu freien Parkraum gelangen. In einem weiteren Schritt will Ampido private und öffentliche Ladestationen so zugänglich machen.

Mit im Boot ist auch das DFKI. „Wir sind dafür zuständig, die Analysen und Prognosen zu erstellen, die Daten zusammenzubringen“, erläuterte Dr. Jörg Baus. Ebenfalls am Projekt beteiligt ist die Firma Hakisa. Die Plattform im Bereich Social Media startete vor sechs Jahren in Frankreich, wie Eric Gehl, Mitbegründer, erläuterte. Auch sein Unternehmen, das sich auf Smart Homes, Smart City, Smart Services und weitere Dienste spezialisiert hat, will sich um Reservierungsmöglichkeiten kümmern,

Kontakte zwischen den Nutzern der E-Mobilität fördern und auch konkrete Angebote am Standort der Ladesäulen machen. Schließlich sind auch die Stadtwerke selbst im Projekt tätig, dort für die intelligente Netzsteuerung zuständig.

„Wir kümmern uns um den Ausgleich, haben im Blick, wie sich die E-Mobilität weiterentwickelt“, erläuterte Guillem Tänzer von den Stadtwerken.

Getestet werden soll auf dem Großen Markt in Saarlouis, hier wird eine öffentlich nutzbare Ladestation entstehen, auch Events wie die Emmes, betonte Tänzer, werden bei der Studie miterfasst. Getestet wird auch das Reservierungsverhalten der Nutzer.

Natürlich gebe es noch Vorbehalte gegen über der E-Mobilität, räumte Saarlouis Oberbürgermeister Peter Demmer ein. Doch das Projekt komme der Stadt, die sich auf den Weg gemacht hat, „Null-Emissions- Stadt“ zu werden, entgegen, erklärte er. ing

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