Medizinische Versorgung im Nordsaarland

Krankenkassen setzen sich für sektorenübergreifende und passgenaue Lösung ein

LOSHEIM AM SEE/WADERN Die gesundheitliche Versorgung im nördlichen Saarland muss erhalten bleiben, und zwar auf die Bedarfe der Patienten abgestimmt, wirtschaftlich und auf einem qualitativ hohen Niveau. Dies ist ein zentrales Anliegen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Land. Um die derzeitigen Diskussionen aktiv zu begleiten und zu unterstützen, haben sie gemeinsam Qualitätskriterien entwickelt, mit denen eine hochwertige medizinische Versorgung im Nordsaarland gewährleistet werden kann.

Sektorenübergreifende Konzepte für Versorgung

Die spezifischen Bedarfe und Interessen der Patienten müssen aus Sicht der GKV die Richtschnur des Handelns sein.

Denn neben einer stationären Versorgung können viele Behandlungen auch im ambulanten Bereich, also beim Arzt vor Ort, durchgeführt werden. Damit aber die Versorgung im Krankenhaus und vor Ort Hand in Hand greift, setzen sich die Krankenkassen im Saarland bereits seit Jahren für innovative sektorenübergreifende Versorgungskonzepte ein. Ein solches Versorgungskonzept wäre aus Sicht der Krankenkassen eine geeignete Lösung für das nördliche Saarland und damit für eine hochwertige Patientenversorgung im ländlichen Raum.

Digitale Anwendungen und Telemedizin

Neben sektorenübergreifenden Strukturen sollten auch die Möglichkeiten digitaler Gesundheitsanwendungen und telemedizinischer Angebote genutzt werden. Digitale Versorgungslösungen sind gerade bei immobilen und chronisch-kranken Patienten eine sinnvolle Ergänzung zur herkömmlichen Behandlung.

Dabei ist es den gesetzlichen Krankenkassen wichtig, dass digitale Lösungen immer nur die bisherige Versorgung vor Ort ergänzen aber nicht ersetzen können. Hier gilt es im Einzelfall abzuwägen, ob eine digitale Versorgung der Behandlung in der Praxis gleichwertig ist. Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass sich digitale Lösungen gut in den Alltag integrieren lassen und sie die Versorgung flexibler machen können.

Trägerübergreifende Zusammenarbeit

Trägerübergreifende Zusammenarbeit in der stationären Versorgung: Zusätzlich zur sinnvolleren Verzahnung der Sektoren, also die verstärkte Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern, sollte es auch innerhalb der Krankenhauslandschaft eine bessere Verzahnung der Angebote und Leistungen in der Region geben. Die GKV im Saarland fordert seit Jahren eine stärkere Konzentration und Spezialisierung in den Krankenhäusern.

Die Konzentration der Behandlungen sinnvoll

Gerade die Versorgung der COVID-19-Patienten zeigt, dass eine Konzentration der Behandlungen in spezialisierten Krankenhäusern sinnvoll ist und die Qualität der Versorgung insgesamt verbessert. Dadurch ist es auch möglich, die Krankenhäuser im Saarland zukunftssicher aufzustellen und bedarfsnotwendige Standorte zu sichern.

Die gesetzlichen Krankenkassen im Saarland werden die Gespräche des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie weiterhin konstruktiv begleiten, um eine qualitativ hochwertige Lösung für die medizinische Versorgung im Nordsaarland zu finden mit dem Ziel, die gesundheitliche Versorgung im Saarland insgesamt zukunftsweisend weiterzuentwickeln.red./ti

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