Medaillenflut von Murcia

Der OTC Ottweiler konnte mir allen sechs Teilnehmern Edelmetall sammeln

OTTWEILER/MURCIA Die Tischfußball-Weltmeisterschaft 2019 fand im spanischen Murcia statt. Unter 123 deutschen Teilnehmern waren auch sechs Akteure des OTC Ottweiler für die Jagd nach den begehrten Titeln an die Costa Blanca gereist. Die Junioren Silas Reimann und Felix Dachs sowie die Senioren Rüdiger Treinen, Wolfgang Lawall, Claus und Josef Cornelius hatten sich für die verschiedensten Disziplinen dieses Multi-Table-Events qualifiziert.

Silber für die Corneliusbrüder

Am ersten Tag fand der Teamwettbewerb in der Disziplin 2-Legs statt, die ausschließlich an dem spanischen Tisch ausgetragen wird. Mit dabei auch das deutsche Senioren-Nationalteam mit den Corneliusbrüdern. Unter der Regie von Kapitän Josef Cornelius wurde Japan mit 20:6 und im Halbfinale Kanada mit 20:5 bezwungen. Im Finale war gegen das Team des Gastgeberlandes war man bei der 12:20 Niederlage chancenlos.

Zweimal Gold am 2. Tag

Im Rollerball, der am italienischen Roberto Sport gespielt wird, starteten die Ottweiler Youngster Felix Dachs und Silas Reimann gemeinsam bei den U 16 Junioren. Aus Japan, Österreich und Belgien waren die Gegner, die die beiden auf dem Weg ins Finale geschlagen haben. Der Finalgegner kam aus China. Gegen das kämpferisch sehr starke Doppel Huang/Sun setzte sich am Ende trotz der vielen Unterbrechungen wegen technischer Fehler die spielerische Klasse der Saarländer durch. Mit 5:3 und 5:3 errangen Felix und Silas überzeugend die Goldmedaille.

Bronze am dritten Tag

Der dritten Tag stand ganz im Zeichen der Einzeldisziplinen. Hier waren für den OTC Ottweiler Silas Reimann bei den U 16 Junioren und Claus Cornelius bei Senioren nicht ohne Ambitionen am Start.

Silas spielte mit sechs Siegen von acht Spielen eine gute Vorrunde. Platz neun war sicherlich nicht seine Wunschplatzierung, aber auch das Verarbeiten von Enttäuschungen muss gelernt werden.

Claus Cornelius spielte sich mit acht Siegen ohne Niederlage durch die Vorrunde und sicherte sich den Sonnenplatz auf der Setzliste der KO-Runde. Dort kämpfte er sich bis ins Halbfinale, wo mit Helmut Hanekamp von Hannover 96 ein unangenehmer Gegner, der zudem noch mit dem Roberto Sport einen nicht alltäglichen Heimtisch gewählt hatte. Der 5. Satz brachte dann mit 5:3 die Entscheidung zu Gunsten des Niedersachsen. Für Claus Cornelius blieb damit die Bronzemedaille als Lohn für den starken Auftritt über den ganzen Tag.

Bronze am 4. Tag

Tag 4 der WM stand im Zeichen der Doppeldisziplinen. Im Seniorendoppel gingen mit Claus und Josef Cornelius sowie Rüdiger Treinen/Wolfgang Lawall für den OTC zwei Teams an den Start. Die Erwartungen der Residenzstädter waren hoch. Claus und Josef Cornelius waren am Ende mit Rang 17 nicht zufrieden.

Rüdiger Treinen und Wolfgang Lawall schafften es bis ins Halbfinale. Im Entscheidungssatz konnten die Ottweiler der spielerischen Klasse des Gegners nicht mehr Paroli bieten. Nach dem 2:5 überwog nach dem kurzen Ärger über das verpasste Finale die Freude über die Bronzemedaille.

Zweimal Gold zum Abschluss

An den Tagen 5 und 6 standen zum Abschluss der Titelkämpfe noch die Nationenwettbewerbe auf dem Programm. Auch hier starteten Claus und Josef Cornelius im Team des dreifachen Seniorenweltmeisters Deutschland mit Medaillenambitionen. Nach einem holprigen Start mit zwei Niederlagen rappelte sich das Team um Kapitän Josef Cornelius auf und schaffte es ins Finale gegen Großbritannien. Die von Josef Cornelius glänzend eingestellte deutsche Formation ging gleich in Führung und baute diese kontinuierlich aus. Nach dem deutlichen 40:24 hatte das Seniorenteam Gold und damit den 4. Weltmeistertitel in Händen.

red./eck

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