Mannschaften in Findungsphase

VTZ empfängt die HSG Rhein-Nahe Bingen am 20. Oktober in der Westpfalzhalle

ZWEIBRÜCKEN Am Sonntag, 20. Oktober, um 18 Uhr empfängt die VTZ Saarpfalz in der heimischen Westpfalzhalle die HSG Rhein-Nahe Bingen. Beide Mannschaften haben im bisherigen Saisonverlauf viel Licht aber auch Schatten gezeigt. Für die VTZ geht es darum, den Anschluss an das obere Tabellendrittel nicht zu verlieren. Die HSG hingegen möchte sich weiter ans Mittelfeld heranpirschen. Beide Mannschaften befinden sich im Umbruch und brauchen Punkte, um weiter in Ruhe arbeiten zu können.

Schon zu Beginn der Saison hat die VTZ Saarpfalz ein Wechselbad der Gefühle hinter sich. Nahezu alle Gefühlswelten wurden schon durchlebt. Von überraschend deutlichen Niederlagen, wie gegen die SF Budenheim, hin zu überragenden Erfolgen in Worms oder beim HC Dillingen/Diefflen, bis hin zur bitteren und vor allem knappen Derbyniederlage gegen den SV 64 Zweibrücken. Wirklich unzufrieden ist man mit der bisherigen Punkteausbeute nicht, dennoch wissen alle Beteiligten auch nur zu gut, dass mehr drin war.

Ganz ähnlich erging es der HSG Rhein-Nahe Bingen. Die Mannschaft vom Trainerduo André Sikora-Schermuly und Markus Herberg verlor beispielsweise etwas überraschend am ersten Spieltag bei der HSG Völklingen um dann nur sieben Tage später den letztjährigen Vizemeister, die HF Illtal beim 28:22-Erfolg an die Wand zu spielen. Auch die sonstigen Ergebnisse zeigen bislang, dass sich die Mannschaft, ebenso wie die VTZ, noch in einer Findungsphase befindet. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass diese Runde eine Übergangssaison wird“, sagte Trainer Sikora-Schermuly nach der Niederlage in Völklingen.

Dass beide Mannschaften sich im Umbruch befinden, ist eine weitere Parallele, die diese beiden Mannschaften verbindet. In Zweibrücken war man sich schon vor der Saison dessen bewusst, dass es eine sehr harte werden würde. Die ganze Liga erwartet vom Absteiger aus der 3. Liga bedeutend mehr, als der schmale Kader diese Saison bieten kann. Bei nicht weniger als acht Abgängen dürfte es jedem einleuchten, dass hier eine Menge Arbeit auf Coach Danijel Grgic wartet. Doch nicht nur die Anzahl der Abgänge oder der schmale Kader erschweren dem Kroaten das Leben, sondern auch der Fakt, dass mit Philip Wiese und Wladislaw Kurotschkin zwei herausragende Akteure der letzten Jahre ihm nicht mehr zur Verfügung stehen.

Auch von der HSG wurde und wird einiges erwartet. Diese Erwartungshaltung ist mit einer starken Vorsaison gewachsen. Die HSG beschloss die letztjährige Oberliga-Saison auf dem sechsten Rang und war vor allem in der Rückrunde bärenstark. Doch auch sie haben einige Verluste zu verkraften.

Für die VTZ gilt es weiter, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Die Mannschaft braucht noch Zeit um zu wachsen und sich weiter einzuspielen. Ziel muss es sein, die teilweise starken Leistungen in jeder Partie abzurufen. red./dos

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