Mahnmale des Friedens

Reservistenkameradschaft reinigt Kriegsgräber

NEUNKIRCHEN Die Reservistenkameradschaft Elversberg hat Kriegsgräber russischer Soldaten auf dem israelitischen Friedhof in Neunkirchen gereinigt und diese wieder in einen würdevollen Zustand zu versetzt.

Mit Hochdruckreiniger und Wurzelbürste rückte die Truppe den Moosen und Flechten zu Leibe, die die Grabsteine überwucherten. Die Grabsteine der Gefallenen im hinteren Bereich des Friedhofs sind nun wieder sauber und die Namen darauf zu erkennen.

Bei einer zweiten Aktion wird man sich den Grabsteinen im vorderen Bereich des israelitischen Friedhofes auf der Scheib widmen. Auch das Friedhofsamt und der Zentrale Betriebshof der Stadt unterstützten die tolle Aktion und stellten Wasser und Gerätschaften sowie helfende Hände zur Verfügung.

„Da sich das Kriegsende dieses Jahr zum 75. Mal jährt und ich dieses ehrenamtliche Engagement besonders würdigen möchte, habe ich gerne die Schirmherrschaft für diese Aktion übernommen,“ sagt Bürgermeisterin Lisa Hensler, die es sich nicht nehmen ließ, für den Proviant der elf fleißigen Helfer zu sorgen.

Kriegsgräber sind Gräber für die Ewigkeit, das heißt, sie werden nicht wie sonst üblich nach 25 Jahren eingeebnet, sondern bleiben bestehen. Auch wenn von den sterblichen Resten längst nichts mehr übrig ist, so erinnern diese Gräberfelder an das große Leid, das die beiden Weltkriege gebracht haben. Sie sind immerwährende Mahnmale für den Frieden. red./eck

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de