Märchen „saarlännisch“

Lesung mit Pfarrer a.D. Walther Henßen

SPIESEN Der ehemalige Pfarrer Walther Henßen (Jahrgang 1938) stammt aus Ottweiler und beherrscht somit den hiesigen Dialekt perfekt. Schon 1981 hielt er seine ersten Mundartgottesdienste, über die die Saarbrücker Zeitung damals schrieb: „Gott muss Saarländer gewesen sein!“.

Trotz großer Heimatverbundenheit wohnt Henßen seit einiger Zeit schon in Essen. Nach dem großen Erfolg „Em Zimmermann Jupp sei Älschder“ im Jahr 2013 hat er sich nun der Übertragung der Märchen der Gebrüder Grimm in die saarländische Mundart gewidmet.

„Hänsel und Gretel“, „Schneewittchen“, „Frau Holle“ oder „Der Froschkönig“ – jeder kennt die Märchen der Gebrüder Grimm und wurde vielleicht durch die eine oder andere Weisheit ein Stück weit geprägt.

In seinem Buch „Unn wenn se ned gestorb sinn…“ hat Henßen mit trockenem Humor, wie man ihn aus der TV-Serie „Heinz Becker“ kennt, 20 Märchen ins rheinfränkische „Saarlännisch“ übersetzt und dabei das Denken der Saarländer mit eingebracht. Jedoch wurde der Urtext nicht Wort für Wort bearbeitet, erklärt Henßen.

„Mansches driggt ma als Saarlänner halt ebbes annerschder aus“, heißt es im Vorwort.

Der Leseabend am Donnerstag, dem 22. November um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses bietet eine bunte Palette in saarländischer Mundart.

Der Eintritt ist frei.red./eck

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