Locker, verständlich, inspirativ

Zum 15. Biker-Gottesdienst kamen an die 200 Menschen nach Winterbach

WINTERBACH An einem Sonntagmorgen knatterte und röhrte es rund um die evangelische Matthäus-Kirche in Winterbach. Schließlich parkten mehr als 60 Zweiräder unterschiedlichster Bauart entlang der Straße, auf dem Kirchenparkplatz und auf der Wiese hinter dem Gotteshaus. Hier feierte die Gemeinde ihren 15. Biker-Gottesdienst, eingebunden in das diesjährige Gemeindefest.

Unter den fast 200 Menschen, die die lockere, verständliche und inspirative Art von Pfarrer Tilo Brach zu schätzen wissen, waren auch Fahrradfahrer, die ihre Helme gemeinsam mit denen der „Rocker“ segnen lassen wollten. „Wir sind auch in diesem Jahr Dank Gottes Gnade von Unfällen verschont geblieben und immer heil angekommen bei unseren Fahrten“, stellte Tilo Brach fest.

Der Pfarrer selbst ist mit seiner Ehefrau Elisabeth gerne im Trike unterwegs. Er erinnerte an 75 Jahre Frieden in Europa und an den Jahrestag von Woodstock 1969. Mit seinem festen Fanclub trägt auch Frank alljährlich zu dem Gelingen des Gottesdienstes bei. Neben Titeln von CCR erfreute er zur Gitarre Jung und Alt den ganzen Tag über mit bekannten und beliebten Evergreens.

Anhand der Bibelstelle von dem Gastgeber, der zu seinem Festmahl Menschen von der Straße holte, weil die Geladenen aus unterschiedlichen Gründen absagten, erinnerte Tilo Brach daran: „Das ganze Leben ist eine Einladung Gottes an uns.“ Und er bekannte: „Ich möchte selbst fair und gerecht sein und anderen Gutes tun.“

Für viele der Motorradfahrer gehören Ostern und der Biker-Gottesdienst zu den Anlässen, einen Gottesdienst zu besuchen. Sie kamen nicht nur aus der weiten Region. Die weiteste Anreise hatte Jens Peter aus Hünfeld bei Fulda. Er hatte eine Anfahrt von 280 Kilometern, gefolgt von Klaus Noller aus Ludwigsburg mit gut 200 Kilometern. „Lasst uns weiterhin unsere Ausfahrten genießen in Verantwortung füreinander“, wünschte der Pfarrer und segnete stellvertretend die Helme für eine behütete Fahrt.

Nach dem Mittagessen erfreuten sich zum Teil neue Gäste an den flotten und liebevoll inszenierten Liedbeiträgen des Gemeinde-Chors „Generation Voices“. Mehr als 20 Mütter und Kinder sangen unter Leitung von Annika Reitnauer Lieder wie „Swing Low, Sweet Chariot“ oder „Hallelujah“ und als viel beklatschte Zugabe „Lollipop“. Im Konvoi mit 30 Maschinen ging es zum krönenden Abschluss zu einer gemeinsamen Ausfahrt über die Sickinger Höhe. cvw

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