Lob für die Aßweiler Alterswehr

Rührigen Senioren galt große Anerkennung bei Jahreshauptversammlung

ASSWEILER Sie ist das Aushängeschild der Alterswehren im Stadtgebiet Blieskastel und im Ort ein belebendes Element, die Alterswehr der Freiwilligen Feuerwehr Aßweiler, für die es in der Jahresversammlung der Wehr im Gerätehaus Lob und Anerkennung von Stadt- Wehrführer Michael Nehlig und von Löschbezirksführer Michael Kempf gab. So stellt seit Jahrzehnten die Aßweiler Alterswehr die Wehr-Abordnung in allen Stadtteilen, wenn aktive oder ältere Kameraden beerdigt werden. Daneben gibt es keinen Montag, an dem die Wehr-Senioren nicht im Gerätehaus zusammensitzen, die Übung der Aktiven und der Jugendwehr verfolgen und bei Bedarf mit Tipps zur Verfügung stehen. Bei öffentlichen Veranstaltungen sind die Alterswehr-Kameraden in leuchtend blaue Kittel gewandet und originell mit glänzenden Helmen aus Messing ausgestattet - Erinnerungen an Feuerwehrzeiten anno dazumal werden da wach. Die Ehefrauen nämlich nähten nach einer Vorlage die Feuerwehrkittel, die über Hemd und Hose getragen werden. Die Helme stammen aus der Sammlung von Günter Ernst und dienten einst Feuerwehrmännern als Schutz und Zierde, sie sind echt und stammen aus verschiedenen Ländern. Der Clou ist jedoch das Oldie-Feuerwehr- Fahrzeug als Hingucker schlechthin, mit dem der Alterstrupp öfters zu auswärtigen Jubiläen, so im letzten Jahr nach Ommersheim und Höchen, aufbricht.

Verdiente Kameraden für ihre Treue geehrt

Mit Rudi Hartmann wurde nun ein Kamerad der Alterswehr ausgezeichnet, der auf 66 Jahre Dienst zurückblicken kann. „Bei meinem Eintritt in die Wehr 1953 hatten wir eine Pflicht-Feuerwehr mit 27 Aktiven, wir zogen eine Handkarre mit Motorspritze, es gab lediglich eine Atemmaske mit Filter und am 1. Mai 1953 wurde erstmals ein Maibaum am Rondell aufgestellt“, erzählte der 86-Jährige, der auch Ehrenmitglied im Obst- und Gartenbauverein ist. Auf 60 Jahre Wehr-Engagement blickt Horst Witte (80) zurück. „Horst Witte ist nicht nur sechs Jahrzehnte in der Wehr aktiv, auch im Arbeitskreis (AK) Heimatgeschichte bringt er seine Erfahrung ein, er war lange Jahre Vorstand des Gesangvereins und kommunalpolitisch tätig. Für sein Wirken wurde Witte von der Landesarbeitsgemeinschaft „Pro Ehrenamt“ mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet“, hielt Löschbezirksführer Kempf die Verdienste des Chefs der Alterswehr fest. „Wo die Alterswehr funktioniert, klappt auch die Aktiven-Wehr“, wusste Albert Zitt vom Landesfeuerwehrverband von seinen Besuchen im Land zu berichten. Und beim Übungsbesuch, so durfte zum Abschluss stolz und mit einem Schmunzeln Horst Witte herausstellen, sei die Aßweiler Alterswehr gar deutschlandweit Spitze, betrage er doch stets über 85 Prozent.

Der Alterswehr Aßweiler gehören derzeit elf Kameraden an, davon sind sechs über 80 Jahre: Horst Witte (80), Rudi Hartmann (86), Günter Ernst (88), Ludwig Deutsch (86), Paul Stolz (89) und Horst Helle (84), dazu Helmut Rinck, Josef Rebmann, Josef Kempf, Fredi Niederländer und Jörg Buschmann.

red/hh

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