Lions-Spende mit Pin-up-Verstärkung

Für Elterninitiative krebskranker Kinder Saarland und Zentrum für Palliativmedizin

HOMBURG Über eine Spende in Höhe von je 2000 Euro freuten sich die Elteninitiative krebskranker Kinder Saarland und das Zentrum für Palliativmedizin. Zustande gekommen war der Betrag von 4000 Euro durch eine Kooperation der drei Lions-Clubs Homburg-Saar-Pfalz (Präsident Dieter Morgenroth), Homburg (Präsident Matthias Engel) und Neunkirchen-Saar-Ost (Präsident Rudi Palesch).

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Die Clubs hatten dafür gesorgt, dass die Schaubühne Neunkirchen im März im voll besetzten Kulturzentrum Saalbau ihr aktuelles Stück „Kalendergirls“ aufführen konnte. Die Mitglieder der Lions-Clubs hatten dazu ein bestimmtes Kartenkontingent erworben. Dazu kamen Einzelspenden, so dass am Ende der stattliche Betrag an die beiden Einrichtungen übergeben werden konnte. Die Unterstützung der beiden Einrichtungen passte inhaltlich sogar zu dem Theaterstück der Schaubühne. „Kalendergirls“ beruht auf einer wahren Begebenheit. Im englischen Yorkshire hatten ein paar Damen 1999 die Idee zu einem Akt-Kalender, aus dessen Verkaufserlös die Leukämie-Forschung unterstützt werden sollte. Das Projekt wurde über alle Maßen erfolgreich. Die daraus resultierende Stiftung arbeitet noch heute. Aus der realen Geschichte wurde ein Film und Bühnenstück. Letzteres studierte die Schaubühne Neunkirchen unter der Regie von Anja Burg-Panter ein. Durch die Zusammenarbeit mit den Lions-Clubs und der daraus entstandenen Benefiz-Veranstaltung in Homburg hoffen die Akteure nun, dass sie mit dem Saalbau eine weitere Spielstätte gefunden haben. Die Spenden boten den Empfängern eine gute Gelegenheit zur Vorstellung über neue Projekte. Prof. Sven Gottschling vom palliativmedizinischen Zentrum berichtete über ein Nachsorgeprojekt für verwaiste Kinder. Es sei immens wichtig, dass man sich um die Kinder von sterbenden und bereits verstorbenen Eltern kümmert und sie auffängt. Während es in anderen Bundesländern dazu bereits spendenfinanzierte Betreuungen gibt, fehlten solche im Saarland gänzlich. Über eine Stiftung habe das Palliativzentrum eine Anschubfinanzierung erhalten und stelle nun zwei Psychologen in Teilzeit ein. Zur Weiterführung des Projektes seien weitere Spenden erforderlich. Daneben erfüllt das Zentrum dank eingehender Spenden im Rahmen eines weiteren Projektes Wünsche von Sterbenden und Schmerzpatienten. Die Elterninitiative krebskranker Kinder betreibe eine Vielzahl unterschiedlichster Projekte, so Vorstandsmitglied Sigrid Singer. Dazu gehöre das Nachsorgeprojekt „Mut tut gut“, das etwa Kletternachmittage für Kinder nach abgeschlossener Therapie anbietet, oder Wohlfühl- und Kreativwochenenden für Familien und verwaiste Eltern, wo man Gedanken austauschen kann. rk

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