Leben mitten im Leben

Schwesternverband schafft 24 Wohnplätze und acht Kurzzeit-Wohnplätze in Ottweiler

OTTWEILER Thomas Dane, Vorstandsvorsitzender des Saarländischen Schwesternverbandes begrüßte die Gäste bei der Grundsteinlegung der neuen Wohnanlage „Am Alten Weiher“ in Ottweiler. Rund 3,7 Millionen Euro wird der Schwesternverband hier selbst investieren. Dane hob in seiner Ansprache den Einsatz von Bürgermeister a.D. Hans-Heinrich Rödle hervor, der die Zukunftsinitiative des Schwesternverbandes maßgeblich mit auf den Weg gebracht hat.

24 Wohnplätze in Wohngruppen und acht Kurzzeit-Wohnplätze für mehrfachbehinderte erwachsene Menschen werden ab Herbst 2020 zur Verfügung stehen. Auf zwei Geschossebenen werden die Bewohner künftig über Einzelzimmer mit eigener Nasszelle verfügen.

Das neue Haus versteht sich als eine Entflechtungsmaßnahme der Häuser im Eichenwäldchen in der Fürther Straße in Ottweiler. Mit dem Wohnen für Kinder und Jugendliche und dem Haus am Mühlenweg in Fürth wurde die Teildezentralisierung der Häuser im Eichenwäldchen gestartet.

Zusammen mit dem Neubau bei den Häusern im Eichenwäldchen und dem derzeitigen Neubau am Alten Weiher wurde das Konzept weitergeführt und insbesondere im neuen Haus wird ein attraktives Angebot für erwachsene mehrfachbehinderte Menschen mit externer Tagesstruktur geschaffen. Der Neubau befindet sich in zentraler Lage in Ottweiler und ist unter anderem als Nachfolgeeinrichtung für volljährig gewordene Bewohner des Wohnens für Kinder und Jugendliche zu betrachten. Auch Bewohner der Häuser im Eichenwäldchen werden hierhin umziehen.

„Diese Grundsteinlegung ist ein weiterer Schritt in der Entwicklung unserer zweitgrößten Einrichtung“, leitete Thomas Dane den feierlichen Akt ein. Die Dezentralisierung bringt mit sich, dass die Bewohner getreu dem Inklusionsgedanken mitten im Gemeinwesen leben und möglichst umfassend am allgemeinen Leben der Stadt teilnehmen können, erklärte Dane.

Rund 30 Personen werden im neuen Haus eine Beschäftigung finden. Insgesamt bleibt Ottweiler damit beschäftigungsstärkster Hauptstandort des Schwesternverbandes.

Bürgermeister Holger Schäfer begrüßte das Bekenntnis des Schwesternverbandes, als einer der größten Arbeitgeber der Stadt, für den Standort. „In unserem Landkreis wird Inklusion gelebt“, bemerkte Landrat Sören Meng anlässlich der Grundsteinlegung. jam

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de