„Laufen für eine gute Sache“

Spende des Ruhbachtallaufes wurde nun an die Familie Thomas Langguth übergeben

FRIEDRICHSTHAL Ein von ganzem Herzen kommendes „Dankeschön“ gab es bei der Übergabe der Spenden aus dem Ruhbachtallauf vom August dieses Jahres. Die beiden Initiatoren Hans-Werner Jäkel und Michael Henrichs besuchten die Spenden-Empfänger der Benefiz-Veranstaltung in ihrem Zuhause in Friedrichsthal und überbrachten der Familie einen Umschlag mit dem Erlös der ­Laufaktivitäten und einen symbolischen Scheck über 2 500 Euro. „Eine Rekordsumme ist da zusammen gekommen“, sagte Jäkel stolz. Zum mittlerweile sechzehnten Mal haben die Organisatoren den Ruhbachtallauf unter dem Motto „Laufen für eine gute Sache“ durchgeführt und in all den Jahren insgesamt bereits mehr als 25 000 Euro für karitative Zwecke zusammenbekommen. Die Saarland-Versicherungen mit der Agentur Klos und Träger als Schirmherren sowie zahlreiche Privatleute und lokal angesiedelte Unternehmer hatten den Lauf zum wiederholten Male unterstützt und die Spendensumme zusammen getragen. In diesem Jahr geht der Erlös der Benefiz-Veranstaltung an Thomas Langguth und dessen Familie. Der vierfache Familienvater aus Friedrichsthal liegt seit dem Frühjahr nach einem Schlaganfall und Hirnblutungen im Saarbrücker Winterberg-Krankenhaus. „Nach der Not-Operation lag Thomas eine Woche lang im Koma und die Ärzte bereiteten uns schon auf das Schlimmste vor“ berichtete Lebensgefährtin Jaqueline Heitz.

Doch die Mediziner, all die guten Wünsche und die vielfache Unterstützung haben geholfen. „Die Ärzte sprechen von einem Wunder, denn Thomas ist wieder aufgewacht und es geht ihm täglich besser. Wir hoffen, dass er bald wieder nach Hause kommen kann. Er muss zwar vieles neu erlernen, aber gemeinsam werden wir das schaffen“, so die junge Frau und Mutter. „Wir wissen, dass wir medizinisch nicht helfen können. Aber materiell wollen wir mit Hilfe der Spenden unterstützen“, so Henrichs.

„Wir danken dem SV Schnappach, dass er die Sache jedes Jahr unterstützt und wir ihre tolle Anlage für unseren Ruhbachtallauf nutzen dürfen“, erklärte Jäkel. Mit den Spenden können nun die Heizkosten für den kommenden Winter bezahlt werden und die die Familie hat eine Sorge weniger.

Die Organisatoren freuen sich vor allem, dass in diesem Jahr sowohl der Läufer- als auch der Spendenrekord gebrochen wurde. Jeder der rund 200 Teilnehmer hat dazu beigetragen. Für jede gelaufene Runde sind drei Euro gespendet worden. Mit insgesamt 690 gelaufenen Runden, das sind 2070 erlaufene Kilometer, wurde das ­erklärte Ziel mehr als ver­doppelt. Eine Startgebühr hatten die Veranstalter nicht erhoben, dafür haben viele Läufer noch zusätzlich etwas gespendet. „Es ist für uns alle ein tolles ­Gefühl, dass wir helfen können. Das motiviert uns, weiter zu machen und auch im nächsten Jahr wieder einen Ruhbachtallauf zu organisieren.

Den Laufvereinen, der Firma „Meisterchip“, unseren Schirmherren sowie zahllosen Helfern, Organisatoren und Spendern sind wir sehr ­dankbar. Ohne sie wäre diese Veranstaltung und die Hilfe nicht möglich.“ red./jb

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